Strona korzysta z plików cookies w celu realizacji us³ug i zgodnie z Polityk± Prywatno¶ci. Mo¿esz okre¶liæ warunki przechowywania lub dostêpu do plików cookies w Twojej przegl±darce. X
sobota 25 listopada 2017 | imieniny obchodzi: Katarzyna, Erazm, Klemens
INFORMACJE OGÓLNE
SAMORZ¡D TERYTORIALNY
GMINNY PROGRAM REWITALIZACJI
KONKURSY, RANKINGI 2006 - 2010
GOSPODARKA
GOSPODARKA ODPADAMI
ZAGOSPODAROWANIE PRZESTRZENNE
KULTURA
EDUKACJA
SPORT
MIEJSKI KLUB SPORTOWY " SPÓJNIA"
HISTORIA MIEJSCOWO¦CI
TURYSTYKA
ROZWÓJ SPO£ECZEÑSTWA INFORMACYJNEGO
DNI O¦NA
O¦NO LUBUSKIE - WIDZIANE Z LOTU PTAKA
LINKI DO STRON INNYCH URZÊDÓW I INSTYTUCJI ZWI¡ZANYCH Z REGIONEM
PKS, PKP
  Og³oszenia drobne
czytaj »
Katalog firm
i stowarzyszeñ
Tutaj na pewno znajdziesz firmê lub stowarzyszenia które dzia³aj± w obrêbie naszego miasta.
Wejd¼ sprawd¼.


Zapraszamy
 
Pogoda w O¶nie Lubuskim
 









 
  
Von Drossen bis O¶no Lubuskie
  

VON DROSSEN BIS OSNO LUBUSKIE    

Einführung

O¶no Lubuskie ist eine der ältesten Städte im nordwestlichen Teil der Wojewodschaft Lubuskie. Sie liegt inmitten der Moränenhügel des Lebuser Hochlandes, am Reczynek-See und am Fluß £êcza (Lenze), der im Norden in die Warthe mündet. Die südwestlichen Teile der Stadt sind von einem Band azurblauer postglazialer Rinnenseen umschlungen, die inmitten von Wäldern liegen, die sich westlich und nördlich der Stadt erstrecken. Der südliche Teil wird von zahlreichen Bächen durchflossen. In dieser ursprünglichen und wenig veränderten  Landschaft leben und brüten viele Tier- und Vogelarten., die hier seit Jahrhunderten bekannt sind. In der  Abgeschiedenheit der Wälder und der Seen kann man Wildschweine, Dachse, Marderhunde und auch Sumpfschildkröten, Seeadler und Schwarzstörche treffen. In den Flüssen leben noch immer Forellen, und in den Buchenwäldern wachsen Maiglöckchen und seltene Kräuterarten. Durch dieses „Blaue Land”, wie die Region in der Vergangenheit genannt wurde, führen Straßen, die die Stadt O¶no mit S³ubice und Frankfurt (Oder), im Norden mit S³oñsk und Kostrzyn, im Osten mit Sulêcin und im Süden mit Rzepin verbinden.

Der Verlauf der Straßen deckt sich, trotz bedeutender Regulierungen in der 2. Hälfte des 19. Jh., im Grossen und Ganzen mit dem Verlauf den alten Verkehrs- und Handelsstraßen, die Schlesien mit Pommern und die deutschen Länder mit Großpolen verbanden.
An der Kreuzung ehemaliger Straßen, auf einer Geländeerhebung, die von Bächen, Sümpfen und Seen geschützt wird, wurde vor mindestens acht Jahrhunderten eine Siedlung, vielleicht auch eine Burg, gegründet, aus der sich im Laufe der Zeit die Stadt Drossen (O¶no) entwickelt hat. Bereits in der Mitte des 13. Jh. besaß die Stadt den Rang eines Marktortes, der in den folgenden Jahrhunderten Hauptstadt eines großen Gebietes wurde, das die heutigen Kreise S³ubice und Sulêcin umfasste.
Und obwohl die Stadt im 19. Jh. ihre große Bedeutung verloren hat, Kriege und Brände die einstmals reiche Bebauung sehr verringert hatten, kann man noch heute Spuren des früheren Glanzes im Bereich des ältesten Teils der Stadt, der von Wehrmauern umgeben ist, und in den ausgebauten Vorstädten finden. Neben den mittelalterlichen Wehrmauern, der gewaltigen gotischen Pfarrkirche, die einige wertvolle Kunstdenkmäler der Barockzeit birgt, der gotischen Kapelle außerhalb der Stadtmauern und der klassizistischen Grabkapelle auf dem Friedhof, rufen das Rathaus „im nüchternen gotisierenden Putzbau” und mehrere Bürgerhäuser aus der Wende des 18. und 19. Jh. sowie jüngere aus dem 19. und Anfang des 20. Jh. unsere Aufmerksamkeit hervor.

Jedes Bauwerk, jede Straße oder Gasse ist Zeuge der reichen Geschichte einer Stadt, die von vielen Generationen slawischer, deutscher und polnischer Bewohner erbaut wurde. Der 750. Jahrestag der ersten schriftlichen Erwähnung von O¶no in den Blättern der Geschichte ist eine gute Gelegenheit, an die Anfänge der Stadt sowie die alte und die neueste Geschichte zu erinnern.

Die älteste Stadtgeschichte.

Die Geschichte der Besiedlung der Region um O¶no reicht sehr weit zurück; bis in die späte Bronzezeit und die Zeit der Lausitzer Kultur im 9. – 8. Jh.v.u. Z. Zeugen dafür sind drei Siedlungen und ein Friedhof, die von den Archäologen unweit der Kolonie Ros³awice entdeckt wurden, eine Burg in der Nähe des Greibensees sowie einzelne Funde, wie z.B. eine Bronzeaxt und zahlreiche Teile von Gefäßen. Der vertvollste Schatz, der fast 3. 000 Jahre alt ist, ist ein Kultwagen aus Bronze, der im Museum in Nürnberg ausgestellt ist.
Man weiß aber nicht, ob sich auf dem Gebiet der heutigen Stadt O¶no eine Siedlung aus dieser frühen Zeit befunden hat.
Bekannt ist aber, dass in der Zeit vor der Stadtgründung das Land rings um die Stadt und auf dem linken Oderufer Bestandteil der slawischen Stammgemeinschaft der Lebuser war, die ihren Namen von der am linken Oderufer liegenden Burg Lebus (Lubusz) hatten. In der 2. Hälfte des 10. Jh. kam dieses Territorium in die Grenzen des Polanenstaates, und als Lebuser Kastellanei war es bis zur Mitte des 13. Jh. den polnischen Herrschern unterstellt. Um die Verbindung mit Polen zu verstärken, wurde in den Jahren 1124 - 1125 auf Initiative von Boles³aw Krzywousty (Boleslaw Schiefmund) unter Mitwirkung des päpstlichen Legates Idzi die Christianisierung der einheimischen Bevölkerung durchgeführt. Die Krönung dieser Aktion war die Gründung des Bistums Lebus mit Sitz in Lebus. Die Grenzen der Diözese, die dem Erzbistum Gniezno (Gnesen) untergeordnet war, umfassten die ganze Kastellanei, die laut  Testament von Boleslaw Schiefmund 1138 Schlesien zugeschrieben wurde und seinem Sohn Wladislaw (W³adys³aw) und dessen Nachkommen Boleslaus dem Hohen, Heinrich dem Bärtigen und Heinrich dem Frommen zugefallen ist. Das Lebuser Land blieb bis 1249 in den Grenzen des Fürstentums. In diesem Jahre veräußerte Boleslaws Schiefmunds Ururenkel, der Liegnitzer Fürst Boleslaw der Kahle (pol. Rogatka), dem Magdeburger Erzbischof Wilbrand die Burg Lebus und eine Hälfte des dazugehörenden Landbesitzes als Entgeld für die versprochene millitärische Hilfe im Bruderkrieg um die Macht über Schlesien.
Ein Jahr später, im Ergebnis der Verhandlungen des Magdeburger Erzbischofs mit den Markgrafen des Geschlechts Askanier, ging das gesamte Lebuser Land unter die Herrschaft der Askanier. Und von diesem Zeitpunkt an bis zum Jahre 1945 blieb es ein Bestandteil der Neumark in den Grenzen des Brandenburgischen Staates, der seit 1771 zum Königreich Preußen und nach 1771 zum Deutschen Kaiserreich gehörte.

In den Schriftdokumenten erscheint Drossen (O¶no) unter dem Namen Osna, vom slawischen Wort Osa (osina /Zitterpappel, eine Pflanze, die auf sumpfigen Boden wächst), zum ersten Male im Jahre 1252. Dieser Name wurde auf einer Seite eines Dokumentes , das das Verzeichnis der Landbesitze des Bischofs von Lebus Wilhelm I. enthält, als: „... civitate forensis Osna cum attinenciis suis ...”  erwähnt. Aus dieser kurzen Eintragung sind viele Informationen zu entnehmen. Erstens erfahren wir, dass im Jahre 1252 O¶no nicht nur eine dem Lebuser Bistum angehörende Ortschaft war, sondern auch, dass die Stadt damals bereits  Marktcharakter hatte. Aus dieser Eintragung geht auch hervor, dass die damalige Stadt irgendwelches Zubehör besaß, worunter man entweder mehrere  Vororte oder auch Landbesitze verstehen kann. In der Mitte des 13. Jh. war O¶no also eine ziemlich ausgedehnte Ortschaft, und ihre Anfänge müssen daher in wesentlich früheren Zeiten zu suchen sein.
Leider haben wir auf die Frage, wann und auf welcher Grundlage die „civitas” gegründet wurde, keine dokumentierte Antwort.
Nach örtlicher Überlieferung soll die Stadt im 13. Jh. an der Stelle einer frühmittelalterlichen Burg, die im 12 Jh. auf der Kirchanhöhe errichtet wurde, gegründet worden sein. Das ist an der Stelle bzw. in der Nähe der heutigen St.-Jakobi-Kirche. Die im Jahre 1930 in der Nähe der Kirche entdecken Teile der Befestigung scheinen ein Beweis dafür zu sein. Zu der erfolgreichen Entwicklung der Burg und wahrscheinlich auch zu ihrer Entstehung hat die günstige Verteidigungslage an einer der wichtigsten Handelsstraßen beigetragen, die aus dem Inneren Deutschlands in Richtung Großpolen führten und an der s.g. Kreuzzugs-Straße, auf der die Mönche - Ritter aus  Richtung Schlesien über Pommern nach Danzig und Marienburg zogen.

Mit der Machtübernahme über das Lebuser Land durch die Markgrafen kamen Drossen (O¶no) und einige weitere Ortschaften am rechten Oderufer in den Besitz der Lebuser Bischöfe, die es bereits im 12. Jh. vom Boleslaw Schiefmund als Ausstattung bekommen hatten oder selbst dazu beigetragen haben, dass auf den verliehenen Ländereien Siedlungen entstanden. Nach polnischen Historikern hat O¶no die Befugnis zur Marktstadt vom Lebuser Bischof Laurentius (Wawrzyniec) im ersten Viertel des 13. Jh. als Sanktionierung des status quo erhalten, d.h. das eine Übergabe der Rechte an die hier bereits früher existierende Burg bzw. den Marktort übergeben wurde. In der 2. Hälfte des 13. Jh. wurde nach Beschluß des Bischofs, der seit 1276 seinen Sitz in der nahe gelegenen Stadt Göritz (Górzyca) hatte, Drossen (O¶no) zum Sitz des 
Dechanats „sed Osna”, das laut Verzeichnis vom Anfang des 15. Jh. 31 Ortschaften umfasste, darunter auch Göritz. Damit war es das grösste Dechanat in der Region. In dieser Zeit besuchten die Bischöfe bestimmt sehr oft die Stadt, und das um so häufiger, als sie hier ihren Sitz hatten.

Hauptquelle für den Lebensunterhalt der Bevölkerung waren seit den frühesten Zeiten
Landwirtschaft, Fischfang, Jagd, Handwerk und Handel, deren bedeutende Rolle die in der Urkunde vom 1252 verwendete Bezeichnung „civitas forensis” - was so viel wie „Marktstadt”
bedeutet - betont. Auf den hier stattfindenden Märkten wurde gewiß nicht nur mit einheimischen Waren gehandelt sondern mit Produkten und Luxuserzeugnissen  aus Schlesien und aus dem Inneren Deutschlands. Zur Marktentwicklung trug auch der durch Drossen (Osno) verlaufende Weg der Kreuzritter bei. Ihnen folgten Kaufleute, die hier nicht nur ihre Waren verkauften,  sondern sich auch für die weitere Reise versorgten. Einen Teil der Einnahmen wie, Honig, Fisch und Jagdbeute gaben die Einwohner dem Bischof ab. Für das Einziehen der Abgaben war der Vertreter der Bischöfe verantwortlich, der in Drossen ( O¶no) sicher in dem noch am Anfang des 18. Jh. erwähnten Bischofssitz gelebt hat. Ihm gehörte höchstwahrscheinlich auch die Gerichtsbarkeit.

Die damaligeStadt Drossen ( O¶no) nahm, wie aus den in diesem Falle übereinstimmenden Feststellungen der Historiker hervorgeht, den westlichen Teil der heutigen Stadt im Bereich der Stadtmauern ein und erstreckte sich vom späteren Neuen Markt bis zum westlichen Rand der Stadtmauer. Der Ort konzentrierte sich um einen großen Marktplatz, der bis heute als Alter Markt bezeichnet wird.
Auf der Anhöhe, auf der heute die Kirche steht, und auf der sich noch vor dem Kirchbau die vermutete Burg befand, stand wahrscheinlich das älteste, hölzerne Gotteshaus. Davon zeugt die Tatsache, dass Drossen (O¶no) bereits 1253 Dechanatssitz war und  als Bischofsstadt ihre Kirche haben musste. In der Nähe befand sich, wie bereits erwähnt, der Bischofshof. Der Grundplan der Straßen ist noch nicht entschlüsselt worden, aber es ist anzunehmen, dass die Hauptstraße entlang der ehemaligen Alten Poststraße - der heutigen  Rybacka Straße - verlief. Die Stadt wurde durch Erdwälle sowie Sümpfe und Überschwemmungsgebiete der in der Nähe verlaufenden Flüsse geschützt.

Bereits damals erstreckten sich hinter den Befestigungen Vorstädte, die Frankfurter Vorstadt im Westen und die Zielenziger Vorstadt im Osten. Die beiden Vorstädte entstanden  aus Vorburgen, die in einer Urkunde vom 1252 als „attinenciis” bezeichnet wurden. 
Das Dorf an der westlichen Seite, Kietz (Chy¿a) genannt, blieb als Bestandteil der Vorstadt bis zum Anfang des 19 Jh als selbständige Verwaltungseinheit. erhalten. Sie wurde vor allem von Fischern bewohnt, die ihren Lebensunterhalt durch den Fischfang in dem in der Nähe gelegenen Röthsee bestritten haben. Auf der westlichen Seite vom Kietz (Chy¿a), an der Straße nach Frankfurt (Oder), entstand bereits im 13. Jh. das St.-Gertraud-Krankenhaus samt Kapelle gleichen Namens. Die Entwicklung der Zielenziger Vorstadt war komplizierter.
Im 13. Jh. umfasste ihre Bebauung die an die Befestigung der Altstadt angrenzende Fläche
im Osten. Davon zeugt der Standort einer zweiten Krankenhauskapelle, der St.-Georg-Kapelle, die bis 1829 in der Mitte des heutigen Platzes  Plac Wolno¶ci stand. In der Nähe der Kapelle trug noch im 19. Jh. eine der schmalen Straßen den Namen St.-Georg-Straße. Ihre Lage ist aus dem Plan von Euchler aus dem Jahre 1721 und aus den Ansichten von Merian und Petzold aus der Mitte des 17. und vom Anfang des 18. Jh. bekannt. Ihre architektonische Gestalt im 13. Jh. war bestimmt der St.-Gertrauden-Kapelle änlich. Bei dieser Kapelle befand sich sicher ein Krankenhaus und ein Obdachlosenheim, das nach dem Ausbau der Stadt im 14. Jh. außerhalb der Stadtmauer verlegt wurde.

Stadtgeschichte vom 14. Jh. bis zum Jahre 1538

Die Stadt Drossen (Osno) blieb im Besitz der Lebuser Bischöfe bis zum Ende des 13. Jh. Um 1297 haben die Brandenburger Markgrafen Otto der IV. und Konrad aus dem Geschlecht der Askanier die Stadt unter näher nicht erklärten Umständen übernommen. Nach dem Aussterben der Askanier im Jahre 1320 bemühte sich Bischof Stefan II. um die Zurückgabe der verlorenen Güter, darunter auch O¶no, die durch den Einsatz von Papst Klemens VI. dem Bistum 1354 samt  12 000 Silbermark als Vergütung zurückgegeben wurden. Der Markgraf Ludwig Wittellsbach und seine Vasallen wurden mit einem Fluch für die mit Gewalt gehaltene Stadt belegt. Nicht ganz 50 Jahre später haben die Bischöfe dann freiwillig auf das Recht an Drossen (Osno) als Entgelt für drei  Dörfer bei Göritz (Górzyca) verzichtet. Eine entsprechende Urkunde wurde 1401 durch den Markgrafen Jobst aus dem Hause Luxemburg, in dessen Herrschaft sich das Lebuser Land von 1373 bis 1402 befand, unterzeichnet. Bald darauf herrschten über das Land Markgrafen aus dem Geschlecht der Hohenzollern. 1412 huldigten die Städte Drossen (Osno) und Reppen (Rzepin) dem Markgraf Friedrich.

Aber bevor es dazu kam,haben die Askanier zum Beginn des 14. Jh., am rechten Teil der ehemaligen Kastellanei eine neue Verwaltungseinheit, das  „Sternberger Land”, begründet, das in den Schriftquellen zum ersten Male 1375 erwähnt wurde. Der Name wird von dem Städtchen Sternberg (Torzym) abgeleitet, das um 1276 durch den Magdeburger Erzbischof Konrad von Sternberg angelegt wurde. Zur Hauptstadt des Sternberger Landes bestimmten die Markgrafen die Stadt Drossen (Osno) und übergaben zugleich die Verwaltung den durch sie gewählten Vögten. Der erste Vogt, dessen Name bekannt ist, war der Ritter Einrich von Wulkow, der 1326 gemeinsam mit den Frankfurter Bürgern den Bischofssitz in Göritz (Górzyca) überfallen und zerstört hat. Es ist auch bekannt, dass er die Stadt noch 1328 verwaltet hat. Am Vortag der Entscheidung im Streit um das Eigentumsrecht an der Stadt hat der großpolnische Ritter Dersekin aus Weissensee (Dzier¿ko aus Chycina), der in einer Urkunde aus dem Jahre 1347 erwähnt wurde, das Amt des Vogtes mit Sitz in O¶no übernommen. Fünf Jahre später gab Markgraf Ludwig den Drossener und Zielenziger Bürgern bekannt, dass ihr Vogt der Ritter Henselin von Waldow sein wird.
Etwas früher, im Jahre 1350,  hat derselbe Markgraf für die wahrscheinlich schon fertiggestellte Stadtkirche St.-Jacobi den St.-Peter-Altar gestiftet, und 1352 bestätigte er die früher verliehenen Stadtrat- und Stadtgemeinderechte.

Mit der Zeit der Eigentums- und Verwaltungsänderungen um die Wende des 13. und 14. Jh. ist eine weitere Etappe der Entwicklung der Stadt O¶no verbunden; ihre Neuanlage, der Ausbau und die Organisation der städtischen Selbstverwaltung. Der Ausbau der Stadt fand zweifellos statt, aber die Zeit dieses Ausbaus kann man mit dem Akt der Übernahme der „civitatis forensis” durch die Askanier am Ende des 13. Jh. verbinden. Eine erste Stiftung der neuen Besitzer war die Pfarrkirche, deren Bau aus Granit- und Ziegelsteinen 1298 begonnen wurde. Davon zeugt nicht nur das aus den Urkunden bekannte Datum, sondern auch die für das Ende des 13. Jh. charakteristische Architekturform des Gotteshauses. Gleichzeitig erfolgte eine Ausdehnung des Stadtgebietes in östlicher Richtung, dh. auf das Gebiet der ehemaligen Zielenziger Vorstadt. Die ursprüngliche Bebauung dieser Vorstadt, mit Ausnahme der St.-Georg-Kapelle, die in den Bereich der Neustadt einbezogen wurde, wurde abgetragen. Für den Bauprozess mussten die kommenden Vögte interessiert sein, weil hier ihr Sitz war.  In dieser Zeit erschien der neue germanisierte Name der Stadt, „Drossen”, der wahrscheinlich aus der Abkürzung der Bezeichnung „Burg an d/e/r Ossen” entstanden ist.  In den Schriftquellen wurde dieser Name zum ersten Male 1344 gebraucht, aber allgemein verwendet wurde er erst seit dem 15. Jh.

In der ersten Hälfte des 14. Jh. kam es zur Bildung der städtischen Selbstverwaltung, wovon eine Urkunde aus dem Jahre 1352 zeugt. In diesem Dokument bestätigt Markgraf Ludwig die früher den Ratsherren zugesprochenen Privilegien über den Umfang der von ihnen ausgeübten Macht. Die Ratsherren von Drossen ( O¶no) treten auch in einem  Dokument aus dem Jahre 1354 auf. Wir wissen, dass 1415 in der Stadt 8 Ratsherren amtiert haben, an deren Spitze der Bürgermeister stand, obwohl in den Akten dieses Amt zum ersten Mal erst 1430 vermerkt ist. In Gerichtsbelangen der niederen Instanz entschied der Lehnsrichter, der um 1350 Heinrich von Magdeburg war. Gerichtsbelange der höheren Instanz gehörten zum Zuständigkeitsbereich des Voktes  und seit 1447 zum Landrat. Im 15. Jh. befand sich der Sitz der beiden Instanzen im Komplex des „ Stadthofes”. Es blieb so bis zum Anfang des 16. Jh., d.h. bis zum Erwerb der vollen Gerichtsbarkeit durch die Stadt. Erster städtischer Richter wurde Peter Rudicke, der in den Quellen 1513 erwähnt wurde. In dieser Zeit gab es in der Stadtverwaltung auch einen Stadtschreiber.

 Das Wissen über das wirtschaftliche Leben im 14. und 15. Jh. ist uns aus wenigen Quellen bekannt, die durch Informationen aus dem daraufolgendem Jahrhundert ergänzt werden. Die wichtigste Unterhaltsquelle war weiterhin die Landwirtschaft , die sich in Anlehnung an die vergrösserte Güter entwickelte. In der Mitte des 15 Jh. gehörten zu Drossen (O¶no) neben den Ländereien direkt um die Stadt auch zwei große Dörfer Grunow(Gronów) mit 5310 Morgen Land und Polenzig (Po³êcko) mit 8500 Morgen Land. Diese Dörfer kaufte der Rat der Stadt im Jahre 1458 von dem Ritter Ywan Slabendorff. Auf den  Feldern baute man Getreide, Flachs und Hopfen  für den Eigenbedarf und für Handelszwecke an. Es entstanden und entwickelten sich Mühlen und Braustätten. Bei der Herstellung von Bier, das als bestes in der Region galt, war in der 2. Hälfte des 16. Jh. fast die Hälfte der Bevölkerung beschäftigt. 1565 gab es in Drossen (O¶no) 857 Brauereien. Ein Teil der Bevölkerung fand ihren Lebensunterhalt in anderen Handwerkszweigen, deren Vielfalt in Quellen aus dem 17. Jh. genannt wurde. Neben Bäckern, Schuhmachern, Töpfern und Schmieden gab es damals Seiler, Nagelschmiede, Böttcher, Stellmacher, Glaser, Weber, Kürschner, Tuchmacher  und Strumpfwirker. Den Überschuß an hergestellten Waren hat man auf Wochenmärkten und Jahrmärkten, die zwei Mal im Jahr stattfanden, verkauft. Das geht aus Dokumenten aus den Jahren 1519 und 1537 hervor, die die früheren Marktprivilegien bestätigen.
1584 erhielt die Stadt O¶no das Recht, einen weiteren Jahrmarkt durchzuführen, auf dem mit Pferden und Rindern gehandelt wurde.  Die mittelalterlichen Handwerker waren in Zünften organisiert. Dagegen fehlen Information über eine Vereinigung der Kaufleute, obwohl es hier eine Schicht der Kaufleute gegeben haben musste, wenn auch nur, um die Bürger mit Salz und anderen, auf dem örtlichen Markt nicht hergestellten, Waren zu versorgen. Mit dem Verkauf der s.g. Kolonialwaren befaßte sich auch der Apotheker in der 1560 in Drossen (Osno) gegründeten ersten Apotheke.

Die Stadt erzielte ihre Einnahmen aus der mit Steuern belegten Tätigkeit ihrer Bürger. Diese Einnahmen wurden ergänzt durch die Gewinne aus Straßengebühren, Gerichtsgebühren und vorübergehend im 14. Jh. auch aus der eigenen Münze, die 1369 entsprechend dem von den Landesherren erhaltenen Recht auf das Prägen von Münzen gegründet wurde.
Die Einnahmen wurden für die Zahlung von Zinsen an den Staat und für den eigenen Bedarf verwendet: für kommunale Investitionen, Hospitäler und die Aufrechterhaltung der  Ordnung und Verteidigungsbereitschaft der Stadt.
Aus der Aufstellung der Zinsen, die 1375 die Städte des Sternberger Landes  und der Neu-mark gezahlt haben, geht hervor, dass die Stadt O¶no, die 24 Mark an Zins gezahlt hat, zu den mittelgroßen Städten gehörte, die solchen Zentren wie Lipiany und Reppen  gleich waren. Sie war größer als das damalige Küstrin (Kostrzyn), aber wirtschaftlich doppelt so schwach wie Gorzów (Landsberg a.d.Warthe), das 52 Mark  zahlte. Die Einwohnerzahl betrug am Ende des Mittelalters 1,5 bis 2 Tausend.
Grosse Geldbeträge hat die Stadt für die Verteidigungsbereitschaft verwendet, besonders, weil sie im 14. und 15. Jh. dem damals allgemeinen Raubrittertum ausgesetzt war. Die Raubritter überfielen häufig Bürger und Reisende. Zum Schutz vor den Räubern haben die Städte Verbänd zur Abwehr des Raubritterwesens geschlossen. Diesen Verbänden trat O¶no gemeinsam mit Frankfurt an der Oder und Reppen (Rzepin) mehrmals in den Jahren 1308, 1393, 1399 und 1434 bei. 1402 zogen die vereinten Städte gegen das Raubritternest des Pelz von Lossow in Bottschow und brannten die Burg nieder.
In Gefahrensituationen hat der Schützenverein die Verteidigung organisiert, dessen Existenz Urkunden aus dem Jahre 1562 bestätigen. Ihm gehörten die bedeutendsten Bürger der Stadt an, obwohl alle Bürger zur Verteidigung ihrer Stadt verpflichtet waren. Ende des 16. Jh. bestand die Vehrpflicht 348 Bürgern.

Von der Wirksamkeit dieser Selbstverteidigung zeugt die Tatsache, dass im 15. Jh. die Stadt zwei Mal die feindlichen Heere nicht in die Stadt gelassen hat. Zum ersten Mal wehrte sich die Stadt gegen die tschechischen Hussiten, die 1432 zur Vergeltung für die Verbrennung von Jan Huss auf dem Scheiterhaufen das Land der Brandenburgischen Markgrafen überfielen, wobei sie alle Dörfer  und Städte auf ihrem Wege zerstörten und beraubten. Eine zweite, drei Tage dauernde Stadtbelagerung erlebten die Bürger im Jahre 1477. Damals stießen die Truppen des schlesischen Fürsten Hans von Sagan an die Stadtmauern, der bestrebt war, das Erbe seiner Vorfahren zurückzugewinnen. Die Stadt verteidigte sich auch diesmal erfolgreich, erlitt aber wahrscheinlich große Verluste, einschließlich der Zerstörung eines Teils der Stadtmauern und der Bebauung der Vorstädte.

Am Ausgang des Mittelalters unterschied sich Drossen (Osno) wesentlich von der „civitas forensis” im 13. Jh. Im Ergebnis des um die Jahrhundertwende des 13. und 14. Jh. erfolgten Ausbaus kam es zu einer Erweiterung und zur endgültigen Festlegung der Stadtgrenzen, zur Herausbildung der inneren Teilungen und der Entstehung der neuen Bebauung um den Alten und den Neuen Markt, der in der Stadtmitte angelegt wurde. Das Stadtgebiet wurde von neuen Befestigungsanlagen  Form von Wällen, Gräben und einem Wehrmauerring umgeben, die im 14. Jh. entstanden und nach 1477 ausgebaut wurden.
In den Mauern, die aus Granitsteinen und Ziegeln erbaut, und mit Basteien und Halbbasteien verstärkt wurden, waren zwei Tore, das Frankfurter und das Zielenziger Tor, die ihren Namen von den Richtungen erhielten, in die diese Straßen führten. Vor den Toren befanden sich lange Vorbauten, die Vortore, die aus Zugbrücken auf den Wehrgräben und den Vordertoren bestanden. In den Mauern gab es noch zusätzliche Durchgänge für Fußgänger, die Pforten. An der Innenseite der Mauer verlief die Mauerstraße, die in ihrem südöstlichen Teil , d.h. vom Ausgang der Straße Straznicza bis zum Zielenziger Tor, geschlossen war. An der Außenseite dieses Abschnittes der Wehrmauer verlief der Wehrgraben mit einem doppelten Flußbett.

In der Nähe des Neuen Marktes erhob sich die Pfarrkirche, die nach ihrem Ausbau im letzten Viertel des 15. Jh. die Form einer stattlichen dreischiffigen Pseudobasilika mit drei Jochbögen und mit einem langen, mehreckigen Presbyterium erhielt. Daran lehnten sich die Sakristei, ein massiver Turm und eine Kapelle an der südlichen Seite des Schiffskorpus an. Rund um die Kirche befand sich der  Kirchhof, der bis in die achtziger Jahre des 18.Jh hier bestand. Auf den Flächen südlich und westlich vom Friedhof entstand ein mit der Kirche verbundener Gebäudekomplex. Hier befand sich sicherlich die Kirchenschule. Die städtische Schule wurde im 16. Jh. gegründet, worauf Quellen.aus den Jahren 1516 und 1593 verweisen. Auf dem Neuen Markt, in der Nähe der Kirche, wurde im 14. Jh. das Kaufmannshaus an der Stelle errichtet, an der im folgenden Jahrhundert das Rathaus, d.h. der Sitz des Stadtrates, entstand. Dieses wurde in Form eines rechteckigen Bauwerkes aus Ziegelsteinen gemauert, das dann in den Jahren 1544/45 ausgebaut wurde.

Der neue östliche Stadtteil ist mit Wohnhäusern bebaut worden, die sich entlang der drei langen Straßen Lange-, Kirch- und Hinterstraße, zogen, von den die zwei letzten an die Querstraße, heute Straznicza-Straße, stießen.
Beim Zusammenlauf  dieser Straßen befand sich ein dreieckiger Platz, auf dem die St.-Georg-Kapelle stand. Diese Kapelle wurde im 15. Jh. aus Ziegelsteinen an der Stelle eines älteren Bauwerkes aus dem 13. Jh. erbaut.
Das Quartier in der südöstlichen Ecke der Stadt nahmen die Bauten ein, der mit dem Bürgermeisteramt verbunden war und später das Richterkollegium mit dem Henkeramt und der Hinrichtungsstätte beherbergt hat. Dieser Teil der Stadt wurde traditionell „Stadthof” genannt. Die Bürgerhäuser mit den Hinterhäusern und den Wirtschaftsgebäuden wurden auf langen, schmalen Parzellen errichtet. Sie waren ebenerdig und im Fachwerkstil erbaut., das heißt, dass die Felder zwischen den hölzernen Pfählen und Balken mit einer Mischung aus Lehm und Stroh ausgefüllt wurden. Die Dächer waren mit Stroh oder Rohr gedeckt.
Diese Bautechnik von Wohnhäusern wurde bis zum 18. Jh. angewandt. Es ist also nicht verwunderlich , dass die Stadt von den Nachkommen als „arm und ohne jeglichen Reiz” bezeichnet wurde. Solche Meinung enthält ein Reisebericht des ersten Wahlkönigs der Republik Polen, Heinrich Walesa, der im Jahre 1574 Drossen (Osno) auf dem Wege zur polnischen Grenze passierte.

Aus dem Besiedlungsprozeß des 13. Jh. sind außerhalb der westlichen Stadtmauern ein Dorf namens Chy¿a (Kietz) und die Frankfurter Vorstadt mit der städtischen Mühle, Sund Mühle genannt, dem Krankenhaus und der St.-Gertrauden-Kapelle übriggeblieben. Die Kapelle war anfangs im Fachwerkstil erbaut , in der Mitte des 15. Jh. wurde sie vom Grund auf aus Ziegeln gebaut; die Gebäude des Obdachlosenheimes und des Krankenhauses waren jedoch weiterhin aus Holz. Die Kapelle diente nicht nur den Bewohnern des Heimes,sondern auch den Einwohnern des Kietzes, einem Dorfe, in dem die ärmste Bevölkerungsgruppe wohnte, die größten Teils slawischer Herkunft war. Die Einwohner dieses Dorfes befaßten sich hauptsächlich mit Landwirtschaft und leisteten der Stadt Frondienst.  Die hier stehenden Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude mussten noch bescheidener gewesen sein als die in den Wehrmauern.

Ähnlich war auch die Zielenziger Vorstadt bebaut, die sich im Laufe der 2. Hälfte des 14. Jh. in der Form eines Ringdorfes entwickellt hat. In ihrem Zentrum wurde im 15. Jh. eine Ziegelkirche errichtet, um die sich der Friedhof erstreckte.
Auf einer Zeichnung von Petzold aus dem Jahre 1710 wurde dieses Gotteshaus als St.-Dreifaltigkeits-Kirche bezeichnet, die Chronisten des 18. Jh. dagegen bezeichnen es als die St.-Johannes-Kirche. Direkt an der Stadtmauer und am Wehrgraben, dicht vor dem Zielenziger Tor, stand eine Wehrmühle, und an das vordere Tor grenzte das St.-Georg-Krankenhaus. Die dritte Stadtmühle befand sich an der Straße nach Radach und der hier entlangfließenden Lenze. Die Tradition des Mühlenbau in diesem  Teil der Stadt bestand bis in das 20. Jh. Dieses Stadtgebiet war auch seit dem Mittelalter Standort der Scheunen. Die beiden Vorstädte hatten seit Anfang des 19. Jh. ihre eigene, von der Stadt getrennte, Verwaltung.  

Die Neuzeit 1538 – 1800

Der Lebensrhythmus der Drossener Bürger im 16. Jh. war im Grunde genommen eine Fortsetzung der aus dem vergangenen Jahrhundert bekannter Prozesse. Wesentliche Änderungen erfolgten dagegen im religiösen Leben. Die am Anfang des 16. Jh. begonnene Reformationsbewegung fand in dem Markgrafen Johann von Küstrin, dem jüngeren Sohn von Joachim I. aus dem Hohenzollerngeschlecht, das in der Mark Brandenburg ab 1415 herrschte, einen grossen Befürworter. Durch das Testament von Joachim  wurde Johann von Küstrin nach dem Tode seines Vaters (1534) Herrscher des jenseits der Oder liegenden Territoriums der Markgrafen, der Neumark und des Sternberger Landes. Vier Jahre nach der Machtübernahme führte Johann von Küstrin in seinem Lande den Lutherschen Glauben als Pflichtreligion ein. Das führte zur Säkularisation der kirchlichen Güter und zur Abschaffung der bis zu diesem Zeitpunkt existierenden Kirchenverwaltung und des Bistums Lebus, das 1590 endgültig aufgelöst wurde. Die Ländereien, die der Drossener Kirche gehörten , wurden vom Markgrafen übernommen, der sich auch die in den vergangenen Jahrhunderten für die Pfarrkirche durch die Bürger  gestiftete Kostbarkeiten aneignete. Die Bürger waren keine Gegner der neuen Religion, wie man aus den Ereignissen in Göritz im Jahre 1551 schließen kann.. Denn in diesem Jahr waren es die Einwohner der Stadt Drossen unter der Führung des Bürgermeisters Hans von Minkwitz, die die ehemalige Bischofsstadt überfielen und das gnadenreiche und bekannte Bild der Muttergottes , das in der dortigen Kirche hing und Ziel zahlreicher Pilgerfahrten der katholischen Bevölkerung war, zerstörten.

Der neue Herrscher des Sternberger Landes, dessen Lebensziel der Bau einer gewaltigen Festung und eines Sitzes in Küstrin war,.der auch von den Einwohnern der umliegenden Städte finanziert wurde, hat für die Stadt Drossen (O¶no) mehrere wichtige Dokumente erlassen. Im ersten, aus dem Jahre 1542, erhielt die Stadt das Privileg für die Versorgung aller Gaststätten im Kreise mit Bier, im zweiten, aus dem Jahre 1560, erhielten sie das Privileg für die Führung von Apotheken; und im dritten, aus dem  Jahre 1562,  hat der Markgraf die Privilegien des Schützenvereins bestätigt. Damals enstand sicher auch der Sitz des Vereins, der an der südwestlichen Seite der Stadt, hinter der Wehrmauer, gebaut wurde. In einem Dokument aus dem Jahre 1548 gab es eine Verordnung über die Pflicht, Scheunen ausserhalb der Mauern zu bauen. Früher wurden die Scheunen an den Wohnhäusern errichtet, was eine große Brandgefahr darstellte. Von einem Brand im Jahre 1517 ist bekannt, dass er fast die ganze Stadt, mit Ausnahme der Pfaffengasse, die in der Nähe der Kirche lag, zerstört hat. Bei diesem Brand nahmen wahrscheinlich sowohl die Pfarrkirche als auch das Rathaus Schaden, da in den zwanziger Jahren des 16. Jh. in der Kirche die Turmkrone und danach das Gewölbe im Inneren ausgetauscht wurden. In den vierziger Jahren dagegen wurden umfangreichere Renovierungsarbeiten am Rathaus geführt. Wiederaufgebaut wurden auch die Wohnhäuser, die wie im Mittelalter in Fachwerkkonstruktion errichtet wurden. Das Holz für den Wiederaufbau der Wohnhäuser erhielten die Bürger aus dem Stadtwald.

Das Verbot, Scheunen innerhalb der Stadtmauer zu bauen, hat die Stadt jedoch nicht vor weiteren Bränden geschützt, die Ende des 16. Jh.  und Anfang des 17. Jh. noch zwei Mal die Stadt vernichtet haben. Besonders große Schäden erlitten die Bürger im Jahre 1596, als, laut  Schriftquellen alle Riegelhäuser abbrannten und auch die noch damals noch wenigen gemauerten Häuser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Über das Ausmaß der Beschädigung der Kirche informiert die Inschrift auf der bis heute erhaltenen Gedenktafel aus dem Jahre 1608.  Daraus erfahren wir nicht nur über den Brand, sondern auch über die Zusammensetzung des damaligen Stadtrates, an deren Spitze die Bürgermeister Martin Martini und Leonhard Stern standen. Richter waren Johann Myler und Johann Laub. Die Einwohnerzahl am Ende des 16. Jh. war sicher geringer als hundert Jahre zuvor, weil in den Jahren 1581 und 1585 die Bevölkerung durch ansteckende Krankheiten dezimiert wurde. Trotz der Schwierigkeiten wurde die Stadt auch dieses Mal relativ schnell wieder aufgebaut, denn aus einer Überlieferung aus dem Jahre 1614 wissen wir, dass allein in der Fischerstraße zweiundfünfzig Häuser standen, die übrigens in demselben Jahr wieder abgebrannt wurden.

Neben den zerstörerischen Elementen waren in der ersten Hälfte des 17. Jh die Folgen des Dreißigjährigen Krieges 1618 bis 1648 für die Stadt sehr beschwerlich.. Zuerst zog in den Jahren 1626-1628 die Flut des kaiserlichen Herres von Wallenstein durch Drossen, dann folgten in den Jahren 1631 - 1640 abwechselnd das schwedische und das kaiserliche Heer. Letztendlich wurde die Stadt im Jahre 1644 von den Schweden erobert. Es kam zwar nicht zu Schäden an der Bausubstanz, aber der Raub von Vermögen und Lebensmitteln führte zur Verarmung der Bevölkerung, zu Hunger und einer weiteren Pest, die 1631 angeblich 2000 Opfer kostete, obwohl diese Zahl etwas übertrieben scheint.

1643 bestätigte der Herrscher Brandenburgs, der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, die früheren Privilegien der Stadt, wodurch es zum Wiederaufbau vieler Handwerkszweige kam, besonders der Tuchmacherei, die am Anfang des 17. Jh. vielen Menschen Arbeit gab (1612 zählte die Tuchmacherzunft in Drossen (O¶no)  80 Meister dieses Handwerks).
Aus Dokumenten aus dem Jahre 1693 wissen wir, dass die Tuchmacher neben dem Bürgermeister, den Schöffen, den Bierbrauern ihre verzierten Bänke in der Pfarrkirche besaßen. Seit langem waren sie auch Gönner und Stifter einiger der 22 Glasfenster, die seit dem Mittelalter in der Pfarrkirche waren. Entsprechend der Tradition gehörte die Pflege der Kirchenfenster zu den Pflichten der Zünfte, die sich einander überboten bei der Stiftung der Glasfenster, was für sie eine Ehre war.
Neben den Tuchmachern sorgten auch andere Zunften für die Kirchenfenster: Tischler und Maurer, Gerber und Färber, Hutmacher ,Köche, Nagelschmiede, Kürschner, Strumpfwirker, Schneider, Bäcker, Glaser, Müller, Töpfer, Stellmacher, Weber, Schuhmacher, Schmiede, Böttcher, Tuchschneider, Kesselschmiede, Ackerbürger und die Schützengilde.   
Zu einer vollständigen Stabilisierung des Lebens kam es jedoch auch nicht nach dem Abschluß des Westfälischen Friedens im Jahre 1648, weil schon bald darauf die Stadt noch zwei Mal große Verluste erlitten hat. 1657 marschierten polnische Truppen unter Opalinski und Grzymu³towski durch die Stadt, und in den Jahren 1674 / 1675 waren  in Drossen die Schweden unter General Giesse stationiert. Auch im 18. Jh. wurde der Friede der Bürger zwei Mal durch fremde Heere gestört: 1711 zog hier die 15 000 Mann starke Armee des sächsischen König Friedrich August durch und in den Jahren 1758 - 1760 besetzten russische Truppen die Stadt Drossen. Diese letzten Ereignisse waren mit dem von den Habsburgern und ihren russischen Verbündeten gegen Preussen geführten Krieg verbunden. Gerade während dieses Krieges fand die bekannte Schlacht bei Sarbinów (1758) statt, eine Schlacht, in der 12 Tausend preussische und 19 Tausend russische Soldaten gefallen sind.

Die Bebauung der Stadt O¶no aus dem 17. und 18. Jh. ist aus zwei Stichen aus den Jahren 1650 und 1710 bekannt und aus einem Stadtplan aus dem Jahre 1721. Aus diesen Materialien geht hervor, dass trotz der verschiedenen Katastrophen die Stadt Drossen (O¶no) den mittelalterlichen Grundriss bewahrt hat mit einem Ring von Wehrmauern, Toren und Vortoren, öffentlichen Hauptgebäuden und einer dichten Wohnbebauung, die nach den Bränden der Jahre 1596 und 1614 entstand. Im Stadtpanorama dominierten weiterhin die Pfarrkirche, das Rathaus und die St.-Georg-Kirche, und in der Vorstadt die St.-Gertrauden- Kapelle und die St.-Dreifaltigkeits-Kapelle. Am Anfang des 18. Jh. wurde in der Nähe der St.-Georg-Kirche , die 1703 von der lutheranischen Kirchengemeinde übernommen wurde, das Predigerhaus gebaut, das bis 1829 stand. Aus anderen Überlieferungen weiß man, dass um 1600 der „Stadthof” umgebaut wurde. An der Stelle des mittelalterlichen Sitzes des Bürgermeisters entstanden das Gerichtsgebäude und ein Komplex wirtschaftlicher Gebäude, in denen sich Getreidespeicher und Pferdestallungen befanden.

Während des Wiederaufbaus der Stadt um die Wende des 16. und 17. Jh. erfolgten Änderungen in der Planung und Bebauung des ältesten, des westlichen, Stadtteiles. Bald nach 1596 wurde an der Stelle der abgebrannten Weberei in der Rosenstraße die neue Stadtschule gebaut und zwischen dem Präsbytherium der städtischen Pfarrkirche  und dem Rathaus wurde das s.g. Stockhaus errichtet, das die Funktion eines Gefängnises erfüllte.
In der nahe gelegenen Schulstraße 9, unweit der Kirche, entstand 1596 ein Brauhaus, das später in die berühmte Gaststätte „Zum Löwen” umgewandelt wurde, an deren Stelle im Mittelalter angeblich ein Kloster stand. Im selben Jahr wurde am Alten Markt 5 der Gasthof und Bierstube „Zum Markgrafen” eröffnet. Sie stand an dieser Stelle  nach vielen Umbauten und Funktionsänderungen bis 1945. Nach 1650, im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Postlinie, wurde der Straßenverlauf reguliert, insbesondere in der Fischerstraße, die im 18. Jh. in Poststraße umbenannt wurde. In dieser Straße wurde 1679 die zweite Apotheke eröffnet, und 1690 der damalige Bürgermeister Johann Beil hat hier sein Haus gebaut. In diese Zeit gehört auch ein Teil der Bebauung des Alten Marktes, in dessen Mitte drei Bauparzellen abgesteckt wurden. Das Quartier auf der westlichen Seite des Platzes wurde traditionell mit Fleischbänken und Krämerbuden bebaut. Hier standen auch die Waage und der Stadtbrunnen. In dieser Zeit wurden viele alte Häuser durch neue ersetzt, insbesondere die am Neuen Markt und an der nördlichen Seite der Pfarrkirche. Aus dem Bericht des Chronisten Beckmann aus dem 18. Jh.  wissen wir z.B. , dass 1711 an der Stelle des ehemaligen Bischofsitzes und dem Kanonikat die Häuser des Postmeisters Bielitz und des Richters Schulze entstanden, die sich  in der westlichen Straßenfront des Neuen Marktes befanden. 1719 standen in den Stadtmauern 325 Häuser, die Einwohnerzahl betrug 2.185.
Im 17. Jh. musste auch die Bebauung der Vorstädte, in denen 1719 insgesamt 127 Häuser standen, ersetzt werden. Aus den Unterlagen des Jahrees 1693 lässt sich schliessen, dass es zu dieser Zeit das Obdachlosenheim und das St.-Gertrauden-Krankenhaus in  der Frankfurter Vorstadt nicht mehr gab. An ihrer Stelle wurde kurz darauf ein Gasthof für Reisende, das s.g. Ordonanzenhaus „Zu den drei Linden” errichtet, und 1729 entstand hier ein Altersheim. Geblieben sind die St.-Gertrauden-Kapelle und die Wohn-und Wirtschaftsgebäude der Kietzer-Siedlung (Chy¿a). In der Zielenziger Vorstadt sind von der alten Bausubstanz die Mühle am Wehrgraben, das St.-Georg-Krankenhaus und die St.-Dreifaltigkeits-Kirche, die von gehöften umgeben war, erhalten geblieben.

Weitere Änderungen in der Bebauung der Stadt erfolgten in der 2. Hälfte des 18. Jh. Nicht lange nach 1745 hat der Rat der Stadt einen Beschluss zum teilweisen Abbau der Wehranlage gefaßt. Im Laufe der damals durchgeführten Arbeiten wurden die Erdwälle nivelliert und man begann, die Wehrgräben trockenzulegen. Als Ergebnis blieben Meliorationsgräben übrig, die die ganze Stadt umgaben. Auf den wiedergewonnenen Flächen entstanden Bürgergärten und mit der Zeit ein Park und Promenaden. Der Zuschüttung der Wehrgräben folgte der Abriss der Vortore, besonders der Torhälse und der langen Brücken, während die Gebäude der
Vortore wesentlich später abgerissen wurden. Wegen der Änderung der Funktion der an die Mauern angrenzenden Flächen wurden in die Mauern Öffnungen für Pforten gebrochen,.um Durchgänge zu den Gärten zu schaffen. Im südlichen Mauerring der Mauer entstanden zwei Durchfahrten. Die erste, am Ausgang der Rosenstraße , wurde als Neues Tor  bezeichnet, und die zweite, am Ausgang der Straße ul. Straznicza, die an Stelle der abgerissenen Rundbastei entstand, wurde als Werdertor bezeichnet.  Zugleich entstand rings um den ehemaligen Kohlwerder, auf dem seit vielen Jahren Gemüse und Blumen angebaut wurden (in einem Stadtplan von Euchler ist ein Teil dieser Fläche als Maiglöckchenplantage bezeichnet), eine Straße. Diese bepflanzte man im 19. Jh. mit Bäumen, und der Abschnitt in der Nähe der Mauern  bekam die romantische Bezeichnung „Nachtigallenallee”. In der Bebauung, die sich innerhalb der Stadtmauer befand, war die wichtigste Änderung die Auflösung des Friedhofs an der Kirche in den achtziger Jahren des 18 Jh. Damals wurden auch Beisetzungen in der Kirchengruft verboten. Ein Teil der Steine von aufgelösten Grabstellen wurde im Fußboden und an den Wänden der Pfarrkirche angebracht. Zur  Nekropole der Stadt Drossen wurde von diesem Zeitpunkt an der Friedhof an der St.-Gertraud-Kapelle, und hier begannen die Bürger seit dem Ende des 18. Jh. Grabstätten zu errichten. Die Fläche um die Kirche wurde in Ordnung gebracht und mit der Zeit gepflastert.

In der bürgerlichen Bebauung änderte sich die Technik des Baues von Wohnhäusern. Jene, die neu gebaut wurden, mussten den Anforderungen der Verordnung aus dem Jahre 1758 über die Notwendigkeit, Häuser aus Ziegel zu bauen und die Dächer mit Keramikdachsteinen zu decken, entsprechen.
Stroh- oder Rohrdächer mussten durch Ziegeldächer ersetzt werden. Die vorstehend genannte Verordnung wurde respektiert, aber der Austausch dauerte ziemlich lange. Noch 1801 hatten von 413 Häusern noch 82 ein Dach aus leichtbrennbarem  Material. Noch schwieriger war es mit der Realisierung des ersten Teiles der Verordnung, weil nach den Auflistungen aus dem Jahre 1850 die Hälfte der Häuser als Fachwerk- bzw. Riegelkonstruktion errichtet war. Sogar in den Häusern, die neu gebaut wurden, baute man den Keller und das Parterre aus Ziegel, die oberen Etagen aber in der traditionellen Konstruktion.  Man begann, den Fassaden grössere Aufmerksamkeit zu schenken, die reiche Verzierungen in Barock- und Rokokoformen erhielten. Von den öffentlichen Gebäuden wurde 1751 das Schulgebäude an der Ecke der Poststraße und des Alten Marktes errichtet. Die Schule blieb dort bis 1850.

Im Laufe des 18. Jh. wurden innerhalb der Stadtmauern 88 und in den Vorstädten 15 neue Häuser gebaut. In den Vorstädten befanden sich die meisten der Wirtschafts- und Industriegebäude, deren Zahl 1800 entsprechend 97 und 9 betrug. Die Industrieobjekte waren meist Webereien, Strumpffabriken und Tuchwebereien. Einer dieser Betriebe wurde 1751 an der  Stelle der ehemaligen Schule in der Rosenstraße errichtet. Scheunen und Mühlen hatten ihren Standort, wie auch früher, an der nordöstlichen Stadtseite. In ihrer Nachbarschaft standen die städtischen Ziegeleien. Am Ende des Jahrhunderts ist die Einwohnerzahl im Vergleich zum Stand vom 1719  um ca. 800 Personen gestiegen. Der Grund dafür war die  Ansiedlung der Garnison im Jahre 1714, die in Drossen (O¶no) bis 1793 blieb.

1773 setzte sich die städtische Selbstverwaltung aus zwei Organen zusammen: dem Magistrat  und dem Rat der Stadt.  Zum Magistrat, einem kollegialen Organ, gehörten der Oberbürgermeister, der zugleich die Funktion des Richters und des Direktors für Angelegenheiten des Brauereigewerbes ausübte, der Bürgermeister für Polizeiangelegenheiten, der Kämmerer  und 5 Senatoren. Der Rat der Stadt zählte 8 Ratsherren, deren Hälfte Tuchmacher waren. Die Selbstverwaltung war der staatlichen Verwaltung untergeordnet. Im 18. Jh. beherbergten die Drossener Bürger in ihren Mauern drei Mal die Landesherren: 1722 kam Friedrich der Große zu den „Drossener Kaisertagen” und ehrte diese Veranstaltung und ehrte damit die Veranstaltung, 1793 weilte Friedrich Wilhelm II. in der Stadt, und 1800 übernachtete hier Friedrich Wilhelm III. mit seiner Gattin Königin Luise.   

Die Jahre 1800 – 1945

 Der Anfang des 19. Jh. schrieb sich in die Geschichte der Stadt O¶no mit zahlreichen Reformen ein, die im gesamten Preußischen Staat durchgeführt wurden. Eine wichtige und bestimmt für die Stadt schmerzliche Entscheidung der preußischen Behörden war die im Jahre 1810 erfolgte Verlegung des Sitzes des Landratsamtes des Sternberger Kreises nach Zielenzig, wo der Sitz bis 1852 bestand. 1852 wurde er wieder nach Drossen verlegt. 1876 , nach der Teilung des Sternberger  Kreises in die beiden  Kreise Weststernberg und  Oststernberg, war Drossen bis 1904 die Hauptstadt des Kreises Weststernberg, d.h. bis zu seiner Verlegung nach Reppen. Im Jahre 1817 kam das genannte Gebiet in die Grenzen des Regierungsbezirkes Frankfurt a. d. Oder.

Gleichzeitig wurde die Stadtverwaltung reformiert, die im 19. Jh. vier Mal umstrukturiert wurde. Die erste Reform fand 1808 statt. In der neuen Struktur gewann der Rat der Stadt als ein gesetzgebendes Organ an Bedeutung, während der Magistrat zum ausführenden Organ wurde, das vom Rat gewählt und durch die Regierungsbezirksbehörde bestätigt wurde.  Die Legislaturperiode des Rates dauerte 6 Jahre, wobei jedes 2. Jahr ist die Hälfte der Ratsherren ausgetauscht worden. Der Rat der Stadt setzte sich aus dem Bürgermeister, dem Kämmerer und 5 Ratsherren zusammen.
Eine wichtige Änderung war die Trennung des Gerichtes von der Verwaltung. In Drossen wurde das Stadtgericht in ein Königliches Gericht umgewandelt. In der Struktur der Selbstverwaltung wurden Deputationen und Ausschüsse gebildet. Drossen hatte 1836 11 Deputationen für folgende Bereiche: Bauwesen, Vermögen, Stadtkasse, Kirchenangelegenheiten, Armenfürsorge, Handel, Schulwesen, Forst, Steuern, Feuerversicherung, Polizei und Heerversorgung. 1850 wurde eine neue Ordnung beschlossen,  die den Gemeindebezirk einführte, aber bereits 3 Jahre später ging man zu der ursprünglichen Struktur zurück. In dieser Zeit wurden auch neue Deputationen gebildet: für Gesundheit, Beleuchtung, Straßen- und Wegebau und Krankenhäuser. 1874 kam das Standesamtswesen dazu. 1900 zählte der Rat der Stadt 24 Mitglieder. Der Bürgermeister, der die Polizeimacht ausgeübte, hatte 3 Sergeanten und 4 Nachtwächter zur Hilfe. 1878 wurde die Stadt entsprechend der damals beschlossenen neuen Ordnung in vier Bezirke geteilt. Es wurde ein Schiedsgericht berufen, und 1879 enstand hier der Sitz des Bezirksgerichtes. Die ausgebaute Verwaltung wurde durch das Gesetz vom 13. Mai 1918 vereinfacht, indem das Quorum des Rates und des Magistrates auf 1/3 ihres Standes herabgesetzt wurde.
In Rahmen der zu Beginn des 20. Jh im ganzen Land durchgeführten Bodenreform entstanden auf städtischem Grund und Boden in den Jahren 1820 - 1840 11 private Vorwerke und Höfe. Die Stadt besaß 2 Vorwerke in Lippenze und Owczarki und unter den Bürgern waren 431 private Eigentümer. Im Eigentum der Stadt Drossen blieben 1850 17.967 Morgen Land, davon 10 008 Morgen Ackerland, 175 Gärten, 910 Wiesen, 3831 Forsten und 1289 Gewässer. Die Ländereien waren wesentlich grösser als die in den umliegenden Städten Königswalde (Lubniewice), Lagow (£agów), Zielenzig (Sulêcin), oder Reppen (Rzepin). Die Struktur der Bodenbestellung hatte sich geändert und ging in Richtung Gemüseanbau und Pflanzenzucht. Vorwiegend wurden Hopfen, Flachs, Krapp und Wein angebaut. Die landwirtschaftlichen Produkte wurden, wie in der Vergangenheit, auf den Wochenmärkten und den  4 Jahrmärkten, die vor Ostern, Pfingsten, zu St. Bartholomäus und St. Michael stattfanden, verkauft. 1879 hatte der Gärtnereibesitzer Max Friedrich, „Maiglöckchenkönig” genannt, eine moderne Maiglöckchenplantage angelegt. Die Maiglöckchen wurden auf den Feldern um Drossen (O¶no) bis 1945 gezüchtet. Der Export von Maiglöckchenkeimen in mehrere europäische Länder und nach Amerika brachte nicht nur den Plantagenbesitzern, sondern auch der Stadt hohe Gewinne ein. In der Zeit zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg  wurde die Stadt Drossen „Maiglöckchenstadt”genannt.

Am Anfang des 19. Jh erlebte die vorher so gut florierende Tuchmacherei ihren Niedergang. Dies war auf den von Russland im Jahre 1815 eingeführten Zoll für den Export der Tucherzeugnisse zurückzuführen. Zwischenzeitlich hat man mit dem Abbau der in der Nähe der Stadt gelegenen Kies-, Ton-, Mergel- und Torfvorkommen begonnen. 1848 wurde die erste Braunkohlengrube in dem stadteigenen Dorf Gronau in Betrieb genommen und 1855 die in Smagorei. Nach einem Bericht von Berghaus gab es 1850 in der Stadt 58 Industriegebäude, zu denen auch die weiter betriebenen Tuchmachereien und Webereien, Töpfer-, Gerber-, Schuhmacher- und Schneiderwerkstätten sowie Mühlen, davon 2 Dampfmühlen, die 1860 gegründet wurden, und 2 Ziegeleien zählten.

1824 wurde der Lenzefluß in seinem Abschnit zwischen der Hintermühle und der Zollbrücke auf dem Kanal vor dem Zielenziger Tor reguliert. Der Standort für die Industriebetriebe außerhalb der Stadt beschleunigte die Straßenmodernisierung.  Begonnen wurden diese Arbeiten 1850 mit dem Bau der gepflasterten Landstraße nach Frankfurt a.d. Oder und anschließend nach Reppen und Zielenzig. Während der Straßenarbeiten wurden archäologische Funde aus der Bronzezeit entdeckt. In dieser Zeit wurden auch die breits im 18. Jh. begonnenen Arbeiten auf den Flächen der ehemaligen Wälle und Wehrgräben abgeschlossen.  

Beginnend mit dem Jahre 1800 lässt sich ein systematischer Zuwachs der Bevölkerung beobachten, deren Zahl sich im Laufe des 19. Jh. fast um 2 Tausend vergrössert hat.
Seit dem Ende des 18. Jh. begannen sich in O¶no Juden, und ab  Mitte des folgenden Jahrhunderts auch Polen, anzusiedeln.  
1900 waren im Einwohnerverzeichnis 5 127 Menschen registriert, wobei diese Zahl die Einwohner beider Vorstädte enthielt, die Anfang des 19. Jh. in die Verwaltungsgrenzen der Stadt einbezogen wurden.   

Im 19. Jh. erfolgten große Änderungen im Charakter der städtischen Bebauung, sowohl innerhalb der Stadtmauer als auch in den Vorstädten. Einer der Gründe für das Ersetzen  der alten Bebauung durch eine neue war ein Brand im Jahre 1829, der den größten Teil der Häuser im östlichen Teil der Stadt vernichtete. Damals brannten viele alte Bauten einschließlich der alten St.-Georg-Kirche, des „Stadthofes”, des St.-Georg-Krankenhauses und der Synagoge, die am Anfang des 19. Jh. durch die jüdische Gemeinde errichtet wurde und im Jahre 1801 21 Mitglieder hatte.

Nach dem Brand verzichtete man auf den Wiederaufbau der St.-Georg-Kirche. An ihrer Stelle wurde eine Grünanlage angelegt, die später Siegesplatz genannt wurde.  1831 wurde das neue Gebäude des St.-Georg-Krankenhauses gebaut, das in die Kirchstraße verlegt wurde und dort bis 1905 bestand. Der größte Teil der Wohnhäuser in der Kirchstraße, Kopernikusstraße und Straße des 1. Mai wurde in dem damals modernen  klassizistischen Stil wiederaufgebaut.
Diese Häuser waren schon vorwiegend aus Ziegeln. 1841 hat die Stadtverwaltung einen Beschluß über den Abriß des mittelalterlichen Rathauses und den Bau eines neuen Gebäudes gefasst, das in den Jahren 1844-45 nach dem Projekt des Frankfurter  Baurates Flaminius errichtet wurde. Dieser Bau wurde in den zwanziger Jahren des 20. Jh. modernisiert und ist bis heute erhalten. 1850 wurde die Schule aus dem Gebäude an der Fischerstraße in das neue Schulgebäude in der Hinterstraße (1. Mai)  verlegt, in dem sie bis zum 20. Jh. blieb. In der alten Schule wurde eine Berufsschule eingerichtet. Mitte des 19. Jh. gab es in der Stadt zwei private Schulen, eine evangelische und eine katholische. Letztere entstand wegen des großen Anwachsens der Zahl der Katholiken in Drossen, die vorwiegend aus der polnischen Bevölkerung  kamen.
1855 lebten hier 109 Katholiken. Nach dem mißlungenen Versuch, im Jahr 1822 die St.-Gertraud-Kapelle in eine Kirche umzuwandeln, kauften die Katholiken eine Parzelle in der Langen Straße 15 und errichteten dort 1857 eine kleine Kapelle, die leider am Ende des 19. Jh. in ein bis heute erhaltenes Wirtschaftsgebäude umgebaut wurde. Einige Jahre davor, 1850, entstand in der Straße des 1. Mai eine neue Synagoge. Zur gleichen Zeit wurde im Wald, unweit des östlichen Ufers des  Röthsee, der jüdische Friedhof angelegt. Von ihm sind bis heute die steinerne Umzäunung und einige jüdische Grabsteine  aus dem 19. Jh. erhalten geblieben. 1874 wurde auf dem Siegesplatz die Siegessäule errichtet, die den Gefallenen im preußisch-französischen Krieg gewidmet war. Im 3. Viertel des 19. Jh. wurden auch viele Arbeiten an den Stadtmauern durchgeführt, bei denen die Tore abgetragen wurden. In den Mauerring, dessen Krone mit Dachziegeln und Ziegelsteinen gesichert war, wurden zusätzliche Pforten geschlagen.  Das letze Überbleibsel, das Vortor am Frankfurter Tor, wurde  erst 1911 abgetragen. In diesem Jahr wurde vor dem Neuen Tor eine Turnhalle für die Schuljugend gebaut.

Am Anfang der sechziger Jahre des 19. Jh. beschloß die Landesbehörde, in Drossen ein Lehrerseminar für die gesamte Region anzusiedeln. Das Gebäude des Königlichen Lehrerseminars wurde in den Jahren 1862 - 1864 nach den Plänen von Flaminius gebaut, demselben Architekten, der auch das neue Rathaus projektiert hatte.  Das Seminargebäude stand  weit außerhalb der Stadt, an der Straße nach Reppen (Rzepin), und ist bis heute erhalten. 1876 wurde das Seminar in eine Präparandenanstalt umgewandelt und 1925 in eine Staatliche Oberschule in Aufbauform, die umgangssprachlich als „Aufbauschule” bezeichnet wurde. Zusammen mit der Schule wurde auch eine Sporthalle gebaut, die zwischen den Kriegen neu errichtet wurde.In den Jahren 1886 - 88 entstand unweit des Seminars ein Internatsgebäude, das von dem Baumeister Zweig projektiert wurde.

Die Lage des Seminars am Rande der Zielenziger Vorstadt und die spätere Errichtung eines Bahnhofes der Eisenbahnlinie, die Drossen (Osno) mit Reppen (Rzepin) und Zielenzig (Sulecin) verband, im Jahre 1890, trugen zu wesentlichen Veränderungen in der Planung und Bebauung dieses Teiles der Stadt bei. Die Änderungen begannen 1886 mit dem Abriß der ehemaligen St.-Dreifaltigkeit-Kirche (bzw. St.-Johann-Kirche), die vorher als Spritzenhaus genutzt wurde. An ihrer Stelle entstand 1891 das bis heute erhaltene Postgebäude einschliesslich des Telegraphenamtes, das 1901 in Betrieb genommen wurde. Vor dem Postgebäude wurde ein städtischer Platz angelegt, in dessen Nähe einige stattliche Häuser gebaut wurden. Vor dem Bahnhof wurde die neue Eisenbahnstraße trassiert, die paralell zur Reppener Staraße verlief. 
Der Charakter der alten Bebauung im ländlichen Stil, in der Form von Erdgeschoßhäusern in 
Riegelkonstruktion blieb nur in der h. Slowacki-Straße und Lindenstraße erhalten, wobei die meisten dieser Häuser vor dem 1. Weltkrieg erbaut wurden.

Ende des 19. Jh.entstanden in der Nähe des Bahnhofes und der Eisenbahnlinie Industriebetriebe und kommunale Einrichtungen. 1893 entstand eine Küchenmöbelfabrik, und fünf Jahre später wurde an dem damals markierten Gaswerksweg das Gaswerk gebaut, das von Karl Francke aus Bremen errichtet wurde, und dann in die Gesellschaft „Licht- und Kraftwerke Drossen GmbH” umgewandelt wurde. Die Straßen der Stadt erhielten Gasbeleuchtung, die 1925 duch elektrische Lampen ersetzt wurde. Die private  Gesellschaft  „Continentale Wasser u. Gaswerk A.G. Berlin”  hat 1912 an der Reppener Chaussee ein Wasserwerk mit einem prächtigen Wasserturm in Betrieb genommen, und in den Jahren 1912 - 1915 wurde die Kanalisation gebaut. In der Vorkriegszeit , im Jahre 1937, entstand unweit des Gaswerkes ein Elektromotorenwerk, das von Karl Kaiser gegründet wurde. Dieser Betrieb und das Haus des Besitzers wurden  an der Stelle der ehemaligen Lederfabrik gebaut, die wiederum an der Stelle einer früheren Weberei und Polsterei entstand 

In dem genannten Zeitraum sind auch große Anderungen in der Bebauung der Frankfurter Vorstadt erfolgt. Bereits am Anfang des 19. Jh. wurden zwischen den Wehrmauern und der Kietzbebauung ein Park  und eine Gaststätte mit Konzertpavillon, das „Konzerthaus Doberschütz”, angelegt. Der Park war mit der Stadt durch eine in die Mauer gebrochene Pforte gegenüber der Langen Straße verbunden. In den Jahren 1868 -1870 wurde in der Kietzer Straße das städtische Krankenhaus errichtet, in dem sich heute das Seniorenheim befindet. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde aus Platzmangel auf dem Friedhof an der St.-Gertrauden-Kirche ein neuer Friedhof an der östlichen Seite der Frankfurter Chaussee, direkt hinter der Sandmühle, angelegt. 1912 wurde der Friedhof um die Fläche an der westlichen Seite der Straße  vergrössert. Entlang der Frankfurter Straße entstand am Ende des 19. Jh. eine Reihe von freistehenden einstöckigen und mehrstöckigen Wohnhäusern. Um die Wende des 19. und 20. Jh. ist fast die ganze Bebauung der Kietzer Straße ersetzt worden. Die Straße wurde erweitert, gepflastert und mit neuen, kleinen einstöckigen Häusern in Riegelkonstruktion bebaut. Die Häuser standen in einer einer geschlossenen Straßenfront,
mit Toren, die in die Höfe führten. Vor den Fassaden  wurden Bäume gepflanzt. Gleichzeitig wurde die Kietzer Straße bis zum Röthsee verlängert. 1905 wurde in der Kietzer Straße, in der Nähe des Sees, das St.-Georg-Krankenhaus gebaut, das aus der Altstadt hierher verlegt wurde. Ein Jahr später entstand hier ein Gartenrestaurant, die „Seeterrasse.  
 
 In der Zeit vor dem 1.Weltkrieg wurden in der Stadt umfangreiche Arbeiten zur Straßenmodernisierung durchgeführt. Die Straßen wurden gepflastert und mit Bäumen bepflanzt. Die Hausnummern wurden entsprechend dem Straßensystem geändert. Die Einwohnerzahl betrug im Jahre 1910 bereits 5 006 Personen. Die Bebauung der Stadt und ihr Charakter sind aus einem Stadtplan aus dem Jahre 1895, aus Fotografien, die u.a. in dem 1913 veröffentlichten Buch „Die Kunstdenkmäler der Provinz Ostbrandenburg Kreis Weststernberg”, Band 6,Teil 3  enthalten sind, sowie aus zahlreichen Ansichtskarten, die seit dem Anfang des 20. Jh. herausgegeben wurden, bekannt.

Der 1. Weltkrieg, an dem viele Drossener Bürger teilgenommen haben und gefallen sind, hat die Entwicklung der Stadt  gehemmt, die in den zwanziger Jahren, ähnlich wie ganz Europa,  eine große Krise erlitt. Die einzige neue Einrichtung, die in der Stadt in der Zeit zwischen den Kriegen geschaffen wurde, war das Finanz- und das Katasteramt, das 1921 im Gebäude des ehemaligen Internats des Lehrerseminars eingerichtet wurde. Die größte Investition dieser Zeit im Gebiet der Altstadt war 1924 der Bau des Spritzenhauses in der Straznicza??-Straße, an der Stelle des einstigen Salzlagers. 1925 wurde das malerische Haus des Schützenvereins abgerissen. Der neue Sitz des Vereins wurde am Röthsee gebaut. In den Jahren 1934 -1935 entstand an der heutigen Friedensallee (Aleja Pokoju) eine neue Kirche mit Pfarrhaus, die die lutherische neuapostolische Kirchengemeinde gestiftet hatte. Zu dieser Zeit wurde die Mühle vor dem Zielenziger Tor abgerissen und zwei Objekte vor dem Neuen Tor umgebaut.
Die nach dem Brand im Jahre 1829 modernisierte Bebauung der Langen-, der Kirch(en)-, der Hinter-, der  Rosen-, und der Fischerstraße ist praktisch bis 1945 erhalten geblieben. Die Häuser waren überwiegend mit dem Dachfirst zur Straße gebaut, sie waren unterkellert, zweigeschossig, mit einem Giebeldach und hatten mit Pilastern, Schleifen und Gesimsen verzierte Fassaden.
In vielen Häusern, besonders in der Langen Straße, gab es im Erdgeschoß Geschäfte, die Schaufenster und einen separaten Eingang bekamen. Die Hinterhöfe der Quartiere sind mit Hinterhäusern und kleinen Wirtschaftsgebäuden bebaut, die oft gewerbliche Funktionen hatten. Alle Straßen waren gepflaster und die Fußgängerwege mit großen Steinplatten ausgelegt. Die Straßen wurden zuerst mit Gas- und später mit elektrischen Lampen beleuchtet.
Trotz der Krise entwickelten sich in der Zeit zwischen den Kriegen Tourismus und Wohnungsbau. Bereits 1919 wurde mit der Projektierung  für den Bau neuer Wohnsiedlungen begonnen. Standort der Wohnsiedlung war der Bereich des ehemaligen Scheunenviertels im nordöstlichen Teil der Stadt. Die Attraktivität des Standortes besteht in der Nähe des Sees, der bereits seit dem Ende des 19. Jh. Ort für die sommerliche Erholung war. Die Bauarbeiten an der Wohnsiedlung begannen 1920 und wurden durch die Stadt und Genossenschaften finanziert. Damals jedoch entstanden nur einige Häuser in der heutigen Wyspianski- und Schulstraße. Der größte Teil der Ein- und Zweifamilienhäuser wurde hier nach 1927 gebaut. Zur gleichen Zeit wurde in der Jeziorna-Straße 2 mit dem Bau eines modernen Volksschulgebäudes begonnen, das in den Jahren 1927 - 1929 nach den Plänen des Bezirksbaumeisters Walcker fertiggestellt wurde. Eine zweite Wohnsiedlung entstand im südöstlichen Teil der Stadt, an einigen neuen Straßen, die1929 in der Nähe des hier vier Jahre vorher eingeweihten städtischen Stadions angelegt wurden.

Der Bau des Sportplatzes und des Sporthauses wurde 1920 begonnen dank der Stiftung von Oskar Dörfler, einem in Drossen geborenen bekannten Berliner Kaufmann und Fleischwarenproduzenten. Der Bau, nach Plänen des Architekten Thisius, wurde 1925 abgeschlossen. Gleichzeitig entstand in der Nähe des Stadions ein Denkmal, das dem Andenken der im 1. Weltkrieg Gefallenen gewidmet war. Dieses Denkmal aus Felsblöcken wurde vom Verein der Kriegsveteranen gestiftet. In den dreißiger Jahren wurden die  Sport- und Erholungseinrichtungen am Röthsee ausgebaut. 1931 entstand am östlichen Seeufer eine Badeanstalt und 1934 eine Freilichtbühne. 1937 wurde auf einem am westlichen Seeufer angelegten Platz ein Dietrich-Eckart-Denkmal eingeweiht.. Eckart war NSDAP-Mitglied und enger Mitarbeiter von Adolf Hitler. Das Projekt des Denkmals in Form eines turmförmigen Monumentes war eine Arbeit des Bezirksbaurates Dr. Gremmelt. In der gleichen Zeit wurde am Greibensee eine zweite Badeanstalt angelegt, und auf dem unweit des Sees gelegenen Hügel wurde mit archäologischen Ausgrabungen begonnen. Während der Arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Unverzagt wurden viele Teile von Werkzeugen und Gefäßen aus dem Mesolithikum und der Zeit der Lausitzer Kultur gefunden. In den dreißiger Jahren - 1932 hatte Drossen die höchste Arbeitslosenzahl - wurden in Rahmen des Arbeitsdienstes, umfangreiche Meliorations- und Straßenarbeiten, vor allem auf dem Gebiet der Gemeinde, durchgeführt. Diese Arbeiten fanden unter der Schirmherrschaft der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) statt, die in Drossen 1929 gegründet wurde. Ein Jahr später, nach dem Wahlsieg der NSDAP in den Kommunalwahlen, entstand in Drossen das erste Naziparlament in Preußen.

Am Vorabend des  2. Weltkrieges zählte die Stadt 1733 Haushalte und 5.664 Einwohner. Es gab eine Eisenbahn, eine Möbel- und Elektromaschinenfabrik, Gas-, Kraft- und Wasserwerk, eine Gärtnerei, Ziegeleien, Mühlen, zahlreiche Brauereien und Brennereien. Neben dem Stadtamt bestand hier ein Finanz- und Katasteramt. Die Stadt besaß 3 Schulen: eine Volksschule, eine Mittelschule und ein Lyzeum; eine Buchhandlung, drei evangelische Kirchen (die Synagoge wurde 1938 geschlossen), ein Postamt, ein städtisches Museum, zwei Apotheken, ein Altersheim, ein Spritzenhaus, ein städtisches Freibad, 9 Gaststätten bzw. Gasthöfe und viele Geschäfte. Es wurde auch eine lokale Zeitung herausgegeben, die seit 1937 unter dem Titel „Der Ostmarker” erschien.  Die ersten Nummern einer lokalen Wochenzeitung gab es seit 1848. 1875 trug die Zeitung den Titel „Neumark” und ab 1875 - „Weststernberger Kreisblatt”.

Die neueste Geschichte der Stadt: 1945 - 2000.

Die Dramatik des 2. Weltkrieges haben die Drossener Bürger erst am Vortag des Kriegsendes erlebt, nämlich im Januar 1945, als die Sowjetarmee mit dem Durchbruch der deutschen Verteidigung im Bereich der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen begann. Damals wurde die Zivilbevölkerung aus der Stadt evakuiert. Drossen lag ähnlich wie Zielenzig im hinteren Verteidigungsbereich und  war nicht direkt durch Artillerie gefährdet; trotzdem wurden ca. 45 % der Bausubstanz (Wohnhäuser und Industriebetriebe) durch Verteidigungs- und Vergeltungsmaßnahmen zerstört. Die Russen marschierten in den ersten Februartagen 1945 in die Stadt ein, wobei einige hundert ihrer Soldaten getötet und verwundet wurden. Hinter der Front kam die polnische Bevölkerung nach Drossen, die sich hier auf der Grundlage internationaler Vereinbarungen über den Anschluß der Westgebiete an Polen ansiedelte. 

Im Februar 1945 übernahm ein sowjetischer Kriegskommandant mit Sitz in Reppen (Rzepin) die Macht in der Stadt. Seine Aufgabe war es, den zur Front ziehenden Truppen Sicherheit zu gewähren und in dem besetzten Gebiet die Ordnung aufrechtzuerhalten. Hinter der Front kamen die ersten polnischen Siedler in die Stadt , deren Zahl Ende 1945 1470 betrug.
Davon waren 1132 aus den Gebieten jenseits des Bug, d.h. aus den durch die Sowjetunion  besetzten Gebieten, 56 aus Rumänien, 197 ehemalige Zwangsarbeiter aus Deutschland, und 123 aus Zentralpolen. Von den Autochthonen blieben 52 in der Stadt.  In den darauffolgenden 4 Jahren stieg die Einwohnerzahl auf ca. 2.000.  Alle waren römisch-katholischen Glaubens. In den bis 1950 geführten Volkszählung wurden keine Personen anderen Glaubens bzw. Konfessionslose notiert. Bei den Umsiedlern überwogen anfangs die Landbevölkerung und ehemalige Soldaten, die aus der polnischen Armee entlassen worden waren, und deren Familien.
Die Verwaltung der Stadt und Gemeinde im Auftrag der polnischen Regierung übernahm am 29. April 1945 eine Einsatzgruppe aus Poznan unter der Leitung von Walerian Zwolski , der zum Bürgermeister ernannt wurde. Zur Aufgabe der Gruppe gehörte, laut Beschluß des Polnischen Ministerrates vom 2. März 1945, die Organisation der polnischen Verwaltung in den wiedergewonnenen Gebieten (Ziemie Odzyskane). Diese Gruppe setzte sich zusammen aus dem Bürgermeister, 2 Sekretären, 2 Gehilfen, 1 Quartiermeister, dem Kommandanten des Milizpostens sowie seinem Stellvertreter und Milizionären samt Rat der Berater und bestand in der Stadt bis zur Konstituierung des Stadtnationalrates, d.h. bis zum 14. Dezember 1945. Vorsitzender des Rates wurde Zdzis³aw Skiba, der drei Monate vorher zum Bürgermeister ernannt wurde. Der Stadtnationalrat mit den Bürgermeistern des Stadtvorstandes an der Spitze bestand bis 1950. Die Nachfolger von Zdzis³aw Skiba waren: Stanis³aw Ruchlewicz, Tadeusz Lauferweiler, Tadeusz O¶niañski und Wojciech Pajchrowski. Aus dem Rechenschaftsbericht des Kreises Rzepin (Reppen) im Jahre 1947 geht hervor, dass der so häufige Wechsel der Bürgermeister beabsichtigt war „ Das Ziel der häufigen Wechsel der Bürgermeister und Ortsvorsteher ist neben anderen wichtigen Dingen die Herausbildung eines einheitlichen Types der Bewohner dieses Grenzgebietes”  Im Juni 1950 übernahm die Aufgaben des Stadtvorstandes das Präsidium des Stadtnationalrates, an dessen Spitze ein Vorsitzender stand. Diese Funktion hatten in den Jahren 1950 - 1975 Konstanty Bakowiec, Teodor Kosiñski und Pawe³ Westwalewski inne.
Nach der Verwaltungsreform im Jahre 1975 wurde die Stadt- und Gemeindeverwaltung gebildet, die von Pawe³ Westwalewski und dann von Edmund Pilimon geleitet wurde. Heute ist Edmund Pilimon der Bürgermeister und übt diese Funktion seit 1990 aus.

Verwaltungsmäßig gehörte die Stadt O¶no mit ihren weniger als 5 000 Einwohnern bis 1975 zum Kreis Rzepin, später Slubice, der anfangs Bestandteil der Wojewodschaft Poznan und dann der Wojewodschaft Zielona Góra war. 1975 - 1999 gehörte die Stadt zur Wojewodschaft Gorzów Wlkp. Seit dem Jahr 2000  ist Osno Teil des Kreises Slubice, der zur Wojewodschaft Lubuskie mit Sitz in Gorzów Wlkp.gehört. Die Einwohnerzahl beträgt heute 3.833.

Das Leben der Bürger der Stadt O¶no war in den ersten Nachkriegsjahren sehr schwer.  Es war gekennzeichnet durch das Gefühl der Vorläufigkeit, der Fremdheit der hier angetroffenen Kultur und der Probleme wegen mangelnder Lebensmittel und fehlender Arbeitsmöglichkeiten, denn wegen der Zerstörungen funktionierte in der Stadt außer dem Sägewerk und der Mühle kein Industriebetrieb. Wasserversorgung,  Gaswerk und Kanalisation funktionierten nicht, beschädigt waren Straßen, Wege, Brücken sowie Energieleitungen, und fast die Hälfte der Bausubstanz innerhalb der Stadtmauer war zerstört. Eine allgemeine Erscheinung waren die ständige Migration der Bevölkerung und  eine große kulturelle Differenziertheit, was den Prozess der Stabiliserung nicht gerade begünstigte.

Die Hauptunterhaltsquelle der Bevölkerung war die Landwirtschaft: private Bauernhöfe, die die Bauern aus dem staatlichen Bodenfonds erhalten hatten sowie die Staatlichen Landwirtschaftsbetriebe, die wegen der fehlenden Anpassung an die örtliche Gegebenheiten, das Befehlsystem und  die Aufgabe der Höfe durch die Bauern nicht sehr gut funktionierten. In den Protokollniederschriften von den Sitzungen des Stadtnationalrates wurde mehrfach die Notwendigkeit vermerkt, das Brachland zu bewirtschaften und den Kampf gegen die Nagetiere und das Unkraut zu führen. Neben der Landwirtschaft war ein Teil der Stadtbewohner im Bereich Handwerk und Dienstleistungen beschäftigt. Laut Verzeichnis aus dem Jahre 1948 gab es in der Stadt 13 Handelseinrichtungen und 15 Handwerksbetriebe. Interessanterweise wurde in den Berichten aus den Jahren 1950 - 1957 festgestellt, dass es vorher in O¶no keinen Handwerkerbetrieb gegeben hat. In den Quellen aus jener Zeit gibt es leider noch mehr von Ungenauigkeiten dieser Art. Sicher ist, dass 1947 eine Molkerei in Betrieb genommen wurde, die mit drei Außenstellen von der damals entstandenen Gegenseitigen Bauernhilfe (s.g. GS ”SCH”) übernommen wurde. Zu dieser Genossenschaft gehörten auch eine Maschinen- und Traktorenstation, ein Schlachthof sowie Getreide- und Kunstdüngerspeicher. Die Mühle blieb über längere Zeit unter direkter Verwaltung der Stadt und wurde später der Genossenschaft übergeben. In Osno hatte die Oberförsterei der Staatlichen Wälder ihren Sitz. Ein Ereignis aus dem Jahr 1947, das den damaligen Oberförster Roch Mende betraf, charakterisierte recht gut die Stimmung dieser Zeit. Auf einer Sitzung des Stadtvorstandes verlangten die Mitglieder der örtlichen Frauenorganisation „Liga Kobiet” die Entlassung des Oberförsters, weil dieser den in den Wäldern beschäftigten deutschen Kriegsgefangenen 55 Minuten lang erlaubt hatte, das Lied „Deutschland, Deutschland über alles” zu singen. 

Mit der Beseitigung der Kriegsfolgen wurde im März 1948 begonnen, d.h. in der Zeit, in der 55 Gebäude und Plätze in der Stadt in Gemeindeeigentum überführt wurden. Damals wurden 74 beschädigte Häuser abgerissen und die dabei gewonnen Ziegel, Dachsteine und Eisenteile nach Poznañ gebracht und dort verkauft. Für den Erlös in Höhe 3.300 Z³ (eine Portion  Brot kostete damals 1,50 Z³ und die Miete für ein Zimmer 8,00 Z³ monatlich). In den folgenden Jahren wurden insgesamt 200 Objekte abgerissen. Das Holz verkaufte man der Bevölkerung als Heizmaterial und der Schutt wurde an der Außenseite der Stadtmauer gelagert. Diese Art Arbeiten wurden bis 1963 durchgeführt. Im Herbst 1948 wurden auf dem Stadtgebiet 362 Leichen gefallener sowjetischer Soldaten exhumiert und in vier Massengräbern auf dem kommunalen Friedhof beigesetzt. Der Friedhof an der St.-Gertraud-Kapelle wurde dem Vorstand der Kirchengemeinde O¶no 1946 übergeben.

Gleichzeitig mit der Trümmerbeseitigung wurden auch Ordnungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt, die sich in den ersten zehn Jahren auf die Instandsetzung der kommunalen Anlagen, d.h. hauptsächlich der Energie- und Wasserleitungen, sowie der Straßen, Brücken, Brunnen, öffentlichen Gebäude und Wohnhäuser, von den die Stadt 428 besaß, konzentrierten. Begonnen wurde auch mit der Reinigung der Gräben im Norden der Stadt und der Melioration  der an die Mauer angrenzenden Felder. Die meisten Arbeiten wurden im Rahmen von Zwangsarbeiten durchgeführt.  Seit 1945 wurden auch deutsche Schilder und Denkmäler mit deutschen Inschriften beseitigt und die Straßen umbenannt, die am Anfang Übersetzungen der deutschen Straßennamen waren. Seit 1947 wurden die Straßen dann fast ausschließlich nach polnischen Schriftstellern, Generälen und Nationalhelden benannt.  Die Straßen sind dann noch mehrfach umbenannt worden.

Zu den relativ schnell in Betrieb genommenen Institutionen gehörte neben der Stadtverwaltung im Rathaus, die St.-Jacobi-Kirche, die im August 1945 als katholisches Gotteshaus geweiht wurde. Der erste Pfarrer hieß Antoni Mioduszewski. Auf seine Initiative hin wurden viele Ordnungsarbeiten und Reparaturen im Inneren der Kirche durchgeführt. Im Herbst dieses Jahres wurde mit dem Unterricht der Kinder in der Grundschule begonnen. 1946 wurde die Stadtbibliothek gegründet und ein Jahr später wurde im ehemaligen Lehrerseminar ein Pädagogisches Lyzeum mit einem Internat für auswärtige Schüler eröffnet. Direktor dieser Schule war 1949 Magister Józef Fietz. In den Schulen gab es Kurse für Analphabeten, deren Anzahl im Jahre 1949 noch 80 betrug.
1948 wurden ein Kindergarten, eine Apotheke und das Postamt eröffnet. 1950 wurde nach der Schließung der Rotkreuzstelle eine Entbindungseinrichtung und Poliklinik übergeben, in der ein Arzt arbeitete. 1951 wurde die Landwirtschaftsschule eröffnet und bald darauf, öffnete nach langen Bemühungen das Kino „Ba³tyk”. Davor wurden die Filme, fast ausschließlich sowjetische Produktionen, im Wanderkino gezeigt. Als Verkehrsmittel  diente anfangs nur die Eisenbahn, seit den sechziger Jahren bestehen Busverbindungen. In dieser Zeit wurde auch das Freibad wieder geöffnet.

Von einer Stabilisierung des Lebens in der Stadt kann man ab Anfang der sechziger Jahren reden. Auf dem Gebiet der Gemeinde festigte  sich die Anzahl der privaten Landwirtschaften und der Staatlichen Landwirtschaftsbetrieben (PGR). In den siebziger Jahren gab es 9 solcher Wirtschaften, von denen 7 im PGR O¶no zusammengeschlossen waren. Es gab Initiativen zur Industrialisierung der Stadt. Aber der 1967/68 gegründete Betrieb „Gumoplast”, die beiden kleinen Betonwerke, oder die 1972 gegründete Korbmachergenossenschaft brachten nicht die erhofften Ergebnisse. Grössere Bedeutung in den siebziger Jahren hatte nur der Betrieb „Gazomet” in Smogóry (Treuhofen), der mit seiner Exportproduktion zu den bedeutendsten Betrieben der Gemeinde gehörte. Ausgebaut wurden dagegen die Dienstleistungen. Über viele Jahre gab es in der Stadt die Bau-und Reparaturgenossenschaft „Studniarz” , 22 Handwerksbetriebe und mehr als 20 Handelseinrichtungen, von denen die meisten staatlich oder genossenschaftlich waren. 1966 hatte die Stadt 3 340 Einwohner, davon lebten 586 von einer Tätigkeit außerhalb der Landwirtschaft , 1,5 % davon waren im privaten Sektor beschäftigt. In der Stadtverwaltung arbeiteten 92 Personen. Dieser Mitarbeiterbestand blieb mit kleinen Änderungen bis in die neunziger Jahre erhalten.

Ende der sechziger Jahre war bereits die ganze Stadt mit Elektroenergie versorgt und an die Kanalisation angeschlossen, die seit den fünfziger Jahren bis heute modernisiert wird.
Von der Instandsetzung des Gaswerkes wurde jedoch Abstand genommen. 1964 wurde die Landwirtschaftliche Berufsschule gegründet, die in dem Gebäude des ehemaligen Pädagogischen Lyzeums, das erst in ein Ökonomisches Technikum und einige Jahre später in einen Schulen-Komplex für Ökonomie umgewandelt wurde, untergebracht wurde.
An der Grundschule wurde 1967 in freiwilligen Arbeitseinsätzen der Bau einer Sporthalle begonnen. 1970 wurde die Stadt für diese Investition mit einem Preis im Wettbewerb „Gesellschaftliche Leistungen zum 25. Jubiläum der Volksrepublik Polen” ausgezeichnet.
In freiwilligen Arbeitseinsätzen wurde auch eine Reihe von Arbeiten bei der Verschönerung der Stadt mit Grünanlagen, bei der Friedhofspflege und bei Ordnungsarbeiten in den Erholungsgebieten an der Freilichtbühne, am Freibad und am Stadion durchgeführt.

Einen grossen Teil der Einnahmen verwendete die Stadt für Reparaturen und Modernisierung der Straßen, Gehwege, Straßenbeleuchtung und für laufende Reparaturen an öffentlichen und Wohngebäuden, von denen der größte Teil der Gemeinde gehörte. 1963 waren 112 Häuser im privaten Besitz. Zu den ständig renovierten öffentlichen Gebäuden gehörten die Schule, der Kindergarten, das Rathaus, das Kulturhaus und das Kino „Ba³tyk”, bei dem der Rekord gebrochen wurde, was die Dauer der Arbeiten betraf: sie dauerten 17 Jahre  ! 1961 wurde mit der Renovierung der zum Teil durch Kriegshandlungen beschädigten und vernachlässigten Stadtmauer begonnen.  Hier muss gesagt werden, dass der Denkmalwert der Mauern von der Stadtverwaltung  bereits während der ersten Sitzungen des Stadtrates betont wurde. Die Raparaturarbeiten an der Mauer werden bis heute fortgesetzt, wobei sie  vorwiegend aus dem Fonds des Wojewodschaftskonservators finanziert werden.

Grössere Investitionen im Bereich Modernisierung und Bau neuer kommunaler Einrichtungen und Dienstleistungseinrichtungen werden in O¶no seit den siebziger Jahren  realisiert und zur Zeit fortgesetzt. In den Jahren 1974 - 1999 wurde der westliche Teil der Altstadt zum Teil bebaut. Zuerst entstand ein Handelspavillon, dann eine gastronomische Einrichtung und zuletzt eine neue Poliklinik (1988 - 1999). Gleichzeitig mit den Bauarbeiten wurde die Wasser- und Abwasserleitung modernisiert. Auf dem unbebauten Teil der ehemaligen Altstadt wurde ein Marktplatz angelegt, auf dem vor zwei Jahren die Straßendecke erneuert wurde. Er wurde umzäunt und ist jetzt ein Spazierplatz. Am Anfang der neunziger Jahre wurden zwei Seniorenheime für Alte und Alleinstehende gebaut. Das erste befindet sich in dem instandgesetzten Gebäude des Vorkriegskrankenhauses in der Gronowska Straße (Kietzer-Str.) und das zweite  im ehemaligen Pfarrhaus in der Kirchstraße. Im Jahre 2000 erhielt auch das Polizeikommissariat einen neuen Sitz. Es wurde aus den Parterreräumen des Rathauses in das mit großer Sorgfalt renovierte Haus in der h. Straße des 11. November verlegt.

Ende der siebziger Jahre begann die Entwicklung des genossenschaftlichen und des privaten Wohnungsbaues. Die Entwicklung des letzteren wurde möglich durch die damals entstandenen Möglichkeiten des Verkaufs von Baugrundstücken durch die Stadt an Privatpersonen. Die ersten beiden privaten Häuser in O¶no wurden 1979 gebaut. Bis zum Ende der achtziger Jahre  wurden ca. 50 solcher Häuser, hauptsächlich in den Straßen: Gronowska und Grunwaldzka errichtet. Die zur Zeit gebauten Wohnhäuser entstehen in demselben Stadteil, dagegen stehen die Mehrfamilienhäuser der Genossenschaft, die in den Jahren 1980 – 1987 von der Wohnungsbaugenossenschaft und dem Stadtvorstand gebaut wurden, zwischen der Kolejowa-Str. und der Boles³awa-Chrobrego-Straße, sowie in der Przecznica. Alle Häuser wurden nach und nach an die neuen Abschnitte der Wasserleitung, Kläranlage und die Abwasserleitung angeschlossen.

In den achtziger Jahren kam es zu einer deutlichen Belebung von Tourismus und Sport. 1984 wurde in der Nähe des modernisierten Stadions ein Handels- und Wirtschaftsobjekt erbaut. Das Freibad wurde ausgebaut. Es wurden Wanderungen „Entlang der Seen” und „Auf dem Wege der Denkmäler” organisiert. 1985 erhielt die Stadt eine Auszeichnung im landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Meister der Wirtschaftlichkeit” und im Wettbewerb um den  besten Tourismusort. 1992 wurde in O¶no zum ersten Male die Veranstaltung „ Tage von Osno” organisiert, die sich eines grossen  Interesses der Bevölkerung erfreuten, ähnlich wie andere Veranstaltungen, wie z.B. das Neujahrsfeuerwerk, das Malerplenair oder das Lenzeturnier.

Die letzten zehn Jahre in der Geschichte der Stadt O¶no verliefen im Zeichen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformen, die im ganzen Lande seit Herbst 1989 stattfanden. Ein Ergebnis dieser Reformen im Bereich Wirtschaft war das Abgehen vom genossenschaftlichen Eigentum und der Übergang zum Privateigentum.
In Privatbesitz befindet sich zur Zeit die Mehrzahl der Handwerksbetriebe und Handelseinrichtungen. Privatisiert wurden die Staatlichen Landwirtschaftsbetriebe, und in der Stadt werden kommunale Wohnungen verkauft. Die Probleme bei der Versorgung der Bevölkerung mit Industriewaren und Lebenmitteln sind verschwunden. Negative Auswirkungen der Umgestaltungen gab es in Gestalt von Einschränkungen im öffentlichen Verkehr; Stilllegung der Eisenbahnlinie und Einschränkungen beim Busverkehr sowie wachsender Arbeitslosigkeit, die auf eine schwache Industrialisierung der Region zurückzuführen ist.

Eine Chance für die Stadt O¶no bildet die Entwicklung des Tourismus. Die Stadtverwaltung unterstützt diese Entwicklung durch Investitionen zur Verbesserung der kommunalen Einrichtungen (Bau einer Kläranlage, einer Abwasserleitung und einer Mülldeponie), sowie durch Initiativen zum Natur- und Umweltschutz. In Rahmen von Initiativen dieser Art ist im Jahre 1998 ein Landschaftskomplex entstanden, der „O¶nower Seenlandschaft” genannt wird. Die Schönheiten dieses Komplexes wissen sowohl die Touristen als auch die Bewohner der Stadt zu schätzen.

 


DIE  WICHTIGSTEN  ARCHITEKTUR-  UND  KUNSTDENKMÄLER

Die Stadt O¶no (dt. Drossen) gehört zu den wenigen Städten Polens, in denen fast der ganze aus Feld- und Ziegelsteinen errichtete Wehrmauerring, der  Hauptbestandteil des mittelalterlichen Wehrsystems war, erhalten geblieben ist. Mit der Errichtung von steinernen Befestigungen haben die Drossener Bürger, ähnlich wie auch in anderen Städten dieser Region, schon bald nach der Erweiterung des Altstadtgebietes, d.h. um die Wende des 13. und des 14. Jh, begonnen. Die aus der Chronik des 18. Jh. stammende Informationen, dass O¶no bereits vor dem Jahre 1477 von Befestigungen umgeben war, muss auf die Stadt des 13. Jh. bezogen werden. Nach dem Ausbau der Stadt in östlicher Richtung wurde im 14. Jh. die alte Befestigung abgerissen und der Bau einer neuen begonnen, wobei der Bauprozess bestimmt von langer Dauer war. Nach den Beispielen vom Bau neuer Wehranlagen in anderen Städten kann man annehmen, dass im 14. Jh. neben den Wällen und Gräben bereits Teile von Steinmauern mit zwei Toren, die in die Vorstädte führten, sowie mehrere Türme vorhanden waren. Vom Vorhandensein starker Befestigungen im 15. Jh. zeugt auch die Tatsache, dass alle Belagerungen der Stadt durch feindliche Heere, zuerst 1433 und später im Jahre 1477, scheiterten, obwohl sie große Mauerschäden verursacht haben müssen. Im letzten Viertel des 15. Jh. wurden während der Beseitigung der Belagerungsfolgen die Mauern erhöht und mit zusätzlichen Türmen verstärkt. Die zwei vorhandenen Tore wurden auch ausgebaut, indem weit vor den Mauerring hinausragende Vortore errichtet wurden.

Am Ende des Mittelalters bestand das Befestigungssystem der Stadt Drossen aus einem Mauerring mit Toren, Pforten und Türmen, sowie Erdwällen und Wehrgräben, die an der Außenseite der Stadt verliefen. Die bis 6 m hohe Mauer war mit Ziegelsteinplanken abgeschlossen, die von den Innengängen  zu erreichen waren. In den Mauern befanden sich in Ganghöhe Schießöffnungen. In die Stadt gelangte man durch zwei Tore, das Zielenziger und das Frankfurter Tor. Die beiden Tore hatten ein Haupttor, einen langen Torhals, eine Zugbrücke über den Wehrgraben und ein Vordertor.  Die westlichen Tore mit breiten Durchfahrtsarkaden hatten ein Satteldach. Das Haupttor im Osten hatte ein Walmdach. Neben den Toren befanden sich in den Mauern 6 Pforten, die die Form von kleinen Durchgängen mit starken verschließbaren Türen hatten, sowie drei runde Türme, ein Rondell, zwei halbrunde Türme und zwölf zur Stadt geöffnete rechteckige Türme, die s.g. Wachtürme . Alle waren höher als die Mauern und mit Kegelspitzen bzw. Dächern versehen. Die Mauern der Türme waren ebenfalls durch Zinnen gekrönt. In einem Turm, dem Diebesturm, der in der südöstlichen Ecke der Stadt errichtet wurde, befand sich schon seit dem Mittelalter das Gefängnis. Das Innere des Wachturmes war durch hölzerne Decken geteilt und konnte über eine Leiter erreicht werden. Um die Mauern herum führte eine Mauerstraße von der Breite der kleinen Stadtstraßen. Neben dem Mauerring wurde die Stadt von Westen, Süden und Osten durch einen breiten Wehrgraben und im Norden durch sumpfiges Gebiet beiderseits der Flußschleife der Lenze geschützt. Zwischen dem Graben und der Mauer befand sich ein Erdwall.
Während des Dreißigjährigen und später des Dreizehnjährigen Krieges wurden die Befestigungen zum Teil beschädigt und blieben bis 1754 in diesem Zustand. Dann  begann man, sie zurückzubauen: es wurde mit dem Zuschütten der Gräben begonnen, die Erdaufschüttungen wurden eingeebnet  und die Vortore abgetragen, wobei Teile des Vortores am Frankfurter Tor erst 1911 abgetragen wurden. Im Verlauf der Burggräben blieben Kanäle zurück und auf dem eingeebneten Gelände legten die Einwohner Gärten an. Das hatte zur Folge, dass in die Mauern zusätzliche Durchgänge geschlagen wurden, einschließlich eines breiten Tordurchganges, des “Neuen Tores”. Dieses Tor befand sich  am Ausgang der Rosenstraße. Die Tore im Mauerring wurden in den siebziger Jahren des 19. Jh. abgetragen. Zurück blieben breite Durchfahrten, die von aus Ziegelsteinen gemauerten Pfählen umfasst waren. Eine ähnliche Durchfahrt, das “Werdertor”, wurde am Ausgang der Straße Stra¿nicza errichtet. Abgetragen wurden auch die am stärksten beschädigte Halbtürme. Die dadurch entstandene Lücken wurden zugemauert. Die zurückgebliebenen Mauern und Türme wurden nach und nach instandgesetzt, wobei sie gleichzeitig mit zahlreichen Stützpfeilern an der Außenseite verstärkt wurden. Um die Wende des 19. und des 20. Jh. wurden um die Mauern gepflasterte Spazierwege angelegt, die mit zwei Reihen von Lindenbäumen bepflanzt wurden.

Die Mauern blieben, trotz teilweiser Beschädigungen durch Kriegseinwirkungen, bis zu unserer Zeit in dem Zustand erhalten, in dem sie vor 1945 waren. Seit den sechziger Jahren werden die Mauern kontinuierlich instandgesetzt. Sie sind im vollen Umfang erhalten geblieben, außer zwei Durchfahrten an der Achse der ehemaligen Tore und drei Durchbrüchen, die nach dem Abtragen der Türme entstanden sind. Gegenwärtig sind in den mit vielen Stützpfählen befestigten Mauern folgende Teile erhalten: zwei Rundtürme, drei rechteckige Halbtürme in ihrer ganzen Höhe einschließlich der Dächer, sieben rechteckige Halbtürme ohne Abdeckung und sieben Pforten. Die etaw 80 cm starke Mauer besteht fast in ihrer gesamten Länge aus Feldstein. Aus großen Ziegelsteinen und mit einem gotischen Verband wurden die oberen Partien der beiden Türme und der drei Halbtürme sowie die Mauerabschnitte an der Westseite gebaut. Das Innenhaupt des nördlichen Abschnittes, die Krone der höheren Mauerabschnitte und die Pfähle an den Durchfahrten wurden aus neuen Ziegelsteinen im Block- und Mischverband errichtet. Die Mauerhöhe ist unterschiedlich und beträgt zwischen 2 und 5 m, die Breite ist einheitlich und überschreitet nicht 1 m. Die Sicherung der Krone ist unterschiedlich: ein Teil wurde in Form von Pult- bzw. Giebeldächern hergestellt, die übrigen sind mit Ziegelsteinen und Platten gedeckt.

Zu den am besten erhaltenen Mauerteilen gehören die Türme. Der erste befindet sich in der südöstlichen Ecke der Stadt und ist unter dem Namen “Diebesturm” bekannt. Er wurde gleichzeitig mit den Mauern im 14. Jh. gebaut und dann nach 1477 ausgebaut.
In diesem Turm befand sich vom Mittelalter  bis zum 18.Jh. das Gefängnis für die durch das Gericht der obersten Instanz Verurteilten. In der Nähe des Turmes waren die Wohnung des Henkers und die Richtstätte mit dem Galgen. Ein zweiter Turm, der in der Zeit  zwischen den Kriegen “BuschTurm” genannt wurde, steht in der Mitte des nördlichen Mauerabschnittes. Im 18. Jh. diente er als Behelfsgefängnis. Er wurde im Erdgeschoß aus Granitsteinen und oben aus Ziegelsteinen im wendischen Verband errichtet. Er entstand im 14. Jh. und wurde 1740 instandgesetzt. Beide Türme haben die Form von Zylindern von 14 m Höhe und werden durch Kegelhelme von 7 m Höhe abgeschlossen. Ursprünglich waren die Türme, wie auf einer Zeichnung von Merian aus dem Jahre 1652 zu sehen ist, mit Zinnbekrönungen abgeschlossen.

Alle Halbtürme sind in ihrem unteren Teil aus Granitsteinen gebaut. Sie bilden ein Rechteck von 6 bis 8 m Größe. Sie waren vor die Mauernlinie zu beiden Seiten um 1 m vorgeschoben. Drei von ihnen, der Große Kietzer, der Teer- und der PfaffenTurm sind in ihrer vollen Höhe von ca. 7 m erhalten.  Die oberen Teile sind aus Ziegelstein im gotischem Verband gebaut und mit  Giebel-  bzw. Walmdächern abgedeckt. Ihre Mauern sind in zwei Ebenen mit Schießöffnungen und halbrunden und segmentartigen Öffnungen versehen. In dem Halbturm Großer Kietzer , im nordwestlichen Teil der Stadt, sind die Giebelwände mit doppelten spitzbogigen Blenden verziert. Das Innere war ursprünglich, wie die erhaltenen Spuren auf den Mauern zeigen, durch hölzerne Decken in drei Stockwerke geteilt. Die senkrechte Verbindung entstand durch Holztreppen und Leitern.
Die anderen Halbtürme, die meist stark ummauert waren, sind nur im unteren Teil erhalten geblieben.
Zwischen den Halbtürmen befinden sich im Mauerring auch sieben Pforten. Eine von ihnen, am ehemaligen Frankfurter Tor, wurde in den neunziger Jahren des 20. Jh. errichtet. Vier Pforten haben ihre ursprünglichen Formen, die älteste stammt noch aus dem Mittelalter und befindet sich am Diebesturm. Sie ist mit einer Tür verschlossen, die aus der 2. Hälfte des 19. Jh. stammt.
Vom ursprünglichen Außenbefestigungssystem sind nur die Flächen der ehemaligen Burggräben in Form von Kanälen mit zwei Brücken am Diebesturm und am Großen Kietzer erhaltengeblieben. An der Stelle der Mauern gibt es noch immer Spazierwege mit einzelnen oder doppelten Spalieren alter Eichen und Linden. An der Mauerinnenseite verläuft, so wie vor Jahrhunderten, eine Straße mit sichtbaren Fragmenten einer gepflasterter Straßendecke, in der die Rinnen zur Ableitung des Wasser hinter die Mauern erhalten geblieben sind.


Das Rathaus

Das Rathaus ist das stattlichste öffentliche Gebäude in der Stadt. Es wurde in der 1. Hälfte des 19. Jh. an der Stelle des mittelalterlichen Sitzes des Magistrats errichtet. Der polnische Name “ratusz” ist vom deutschen “Rathaus” (Haus des Rates) abgeleitet. Hier befanden sich seit der Entstehung der städtischen Selbstverwaltung: der Sitzungssaal des Magistrats und der Schöffen, das Zimmer des Bürgermeisters sowie andere Räumlichkeiten, die mit der Verwaltung der Stadt verbunden waren. Es ist auch bekannt, dass sich im Erdgeschoß des südlichen Rathausteiles eine Markthalle befand, in der weiße und gefärbte Tuchballen verkauft und von Kaufleuten aus Frankfurt, Magdeburg und anderen Städten gekauft wurden. In den Rathauskellern befanden sich eine Bier- und Weinstube sowie Lagerräume. In den Bänken und Buden, die an das Rathaus lehnten und auf dem Markt aufgebaut waren, verkauften Bäcker und Fleischer ihre Waren, und auf den Wochenmärkten und den jährlichen Jahrmärkten zeigten wandernde Gaukler und Komödianten ihre Kunst. Im Rathaus und um das Rathaus herum konzentrierte sich das öffentliche Leben der Bürger: hier wurden Verordnungen bekanntgegeben, hier fanden Versammlungen, Feierlichkeiten und Vergnügungen statt. Das Drossener Rathaus erfüllte diese Rolle nicht nur im Mittelalter, sondern auch in späteren Jahrhunderten.

Das heutige Rathausgebäude ist wahrscheinlich das dritte Bauwerk, das auf dem Neuen Markt, einem großen Platz, der zur Zeit des Ausbaus der Alten Stadt um die Wende des 13. und des 14. Jh. angelegt wurde, errichtet  wurde. Die Entstehung des ersten Sitzes des Rates, der gleichzeitig Kaufmannshaus war, kann man auf die Mitte des 14. Jh. datieren. Denn seit dieser Zeit werden in den Quellen Vertreter der Selbstverwaltung genannt. Es ist nicht auszuschließen, dass das älteste Rathaus die Form einer Markthalle hatte, die wahrscheinlich als Holzkonstruktion errichtet wurde. Im 15. Jh. wurde ein neues Rathaus aus Ziegeln erbaut, das nach neueren Umbauten bis zum 19. Jh stand. Dieses Gebäude ist uns aus einer Zeichnung aus dem Jahre 1841 bekannt. Ein Teil der Historiker datiert den Bau der Rathauses auf die Jahre 1543 - 1544. Nach den aus einer Zeichnung bekannten Formen zu urteilen, bezieht sich dieses Datum eher auf den Wiederaufbau des Rathauses, das beim Brand der Stadt 1517 teilweise zerstört wurde. Denn die Form des auf der Zeichnung dargestellten Rathauses mit den Teilungen der nördlichen und östlichen Fassade ist eher für die gotische als für die Renaissancekunst charakteristisch, deren Formen Mitte des 16. Jh. in Drossen bereits gut bekannt waren, wie die Stilistik des 1538 umgebauten Turmes der Pfarrkirche zeigt.

Dieses erste Backsteinrathaus zeigte die für die mittelalterliche Rathäuser in Pommern und Brandenburg typischen Formen. Angelegt auf einem rechteckigen Plan, war es ein unterkellertes, zweigeschossiges Gebäude mit einem Satteldach und Pinakelgiebeln an den kürzeren Fassaden. Der südliche Giebel wurde im 17. Jh. durch einen barocken mit wolutenartig gestalteten Rändern ersetzt. Die Fassaden wurden mit Strebepfeilern umspannt und waren durch Fenster und Blenden in Form von Spitzbögen und Rechtecken geteilt, die bei neueren Instandsetzungen wieder herausgebrochen wurden.
Der Haupteingang hatte die Form eines spitzbogigen Portals mit profilierten Leibungen. Aus den Schilderungen der Chronisten aus dem 18. Jh. geht hervor, dass sich im nördlichen Teil des Rathauses im Obergeschoß repräsentative Räume befanden, die so genannte “Audience Stube”, darunter der gewölbte Akziseraum “Accise Stube” und weiter die Gerichtsstube. In dem Gebäude befand sich auch die Bürgermeister- und Schreiberstube. Im Erdgeschoß des südlichen Teils befanden sich Stände der Kaufleute mit einem separaten Eingang, der die Form eines spitzbogigen Portals in der Ostfassade hatte.
.
Die Mauern des Gebäudes wurden mehrmals durch Brände zerstört, so z.B. 1517, 1596 und 1646. Trotz wiederholter Instandsetzungen wurden sie immer baufälliger, sodass die Stadt am Anfang des 19. Jh. beschloß, das Rathaus abzureißen. Das geschah im Jahre 1841, und schon ein Jahr später wurde der Bau des neuen Gebäudes nach Plänen von Emil Karl Alexander Flaminius, dem Stadtarchitekten von Frankfurter (Oder), begonnen.
Der Bau wurde 1844 abgeschlossen, aber die Fertigstellung der Fassaden und die Einrichtung der Innenräume wurden noch bis in die Jahre 1867 und 1890/91 fortgesetzt .
1900 wurde im Rathaus Gasbeleuchtung gelegt, 1919/1920 wurde das Dach instandgesetzt und die Innenausstattung modernisiert. 1923 wurde Zentralheizung, und zwei Jahre später elektrische Leitungen gelegt. Im Erdgeschoß befanden sich das Arbeitszimmer des Bürgermeisters, das Sekretariat, die Kanzlei, die Wache, der Tresor, die Räume der Spar- und Darlehenskasse, das Einwohnermeldeamt und das Zimmer der Polizei; im Obergeschoß befanden sich der Ratssitzungssaal und die Zimmer der Beamten. Im zweiten Stock waren die Wohnung des Richters Vogler und Gefängniszellen. Im Keller wurden ein Restaurant und eine Weinstube eingerichtet, und ein Teil der Kellerräume wurde 1922 zum Heizhaus umgebaut. 1912 wurde durch die Bemühungen des örtlichen Schützenvereins in einem Teil der Räume das Stadtmuseum eingerichtet. Hier wurden Exponate und Denkmäler aus Drossen und  Umgebung ausgestellt. Zu den Ausstellungsgegenständen zählten alte Kirchenfahnen, Epitaphien, Pläne und Entwürfe für die Instandsetzung der Kirchen, Sammlungen von Münzen und Zunftwappen,Türklopfer, Fischereizubehör, Hausrat und Backformen.

Im Rathaus befanden sich nach dem Krieg bis 1972 außer dem Sitz der Stadtverwaltung auch ein Hotel, die Bibliothek und die Genossenschaftsbank. Bis zum vergangenen Jahr hatte hier auch die örtliche Polizei ihren Sitz, die inzwischen ein separates Gebäude bezogen hat. Jetzt ist das gesamte Rathaus Sitz der Stadt- und Gemeindeverwaltung und des Standesamtes. In den Nachkriegsjahren wurden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt: 1973 hatte das Projektierungsbüro Zielona Gora ein Projekt für eine umfangreiche Instandsetzung erarbeitet, aber wegen fehlender Mittel wurden die Arbeiten erst in den achtziger Jahren begonnen, wobei nur ein Teil der Arbeiten realisiert wurde.  Bei dieser Gelegenheit wurden die Zentralheizung ausgewechselt und das Zimmer des Bürgermeisters und die angrenzenden Räume sowie ein Teil der Kellerräume instandgesetzt.
Modernisiert wurde auch das Innere des Standesamtes. Die Modernisierung der übrigen Räume erfolgte in den letzten zehn Jahren.

Das Rathaus aus dem 19. Jh. ist ein stattlicher verputzter Ziegelbau, der im in der Mitte des 19. Jh. modernen Stil der italienischen Neurenaissance mit neugotischen Elementen errichtet wurde. Die an die Renaissance anknüpfenden Formen präsentiert der dreiflügelige Körper mit quaderförmigen Fassaden, die durch große halbrunde Fenster geteilt werden. In der prunkvollen Fassade kommen Akzente gotischer Formen vor, die in der Gestaltung der mehrseitigen Eckpinakel und dreieckigen Tympana, die den zentralen Teil der Fassade sowie das große Mittelfenster des Sitzungssaales im Obergeschoß krönen, zum Ausdruck. Der Schöpfer dieses zweifellos sehr interessanten Werkes ist der bereits erwähnte Frankfurter Baurat Flaminius, ein Schüler Schinkels, und Absolvent der Bauakademie Berlin. Er ist auch der Autor des Stadtteaters Frankfurt (O), der Kirchen in Arnswalde, Neudamm und Peitz, sowie des in den sechziger Jahren des 19. Jh. errichteten Lehrerseminars in Drossen. Durch die Verpflichtung dieses hervoragenden Architekten für den Bau des Rathauses hat das neue Gebäude würdig das mittelalterliche Bauwerk ersetzt und stellt, ähnlich wie sein Vorgänger, einen überregionalen Kunstwert dar.
Die ursprüngliche Ausstattung der Innenräume wurde im 1. Viertel des 20. Jh. grundlegend geändert. Von der alten Anlage blieben die Raumaufteilung im Obergeschoß einschließlich des Sitzungssaals und die Rahmen der den Raum beleuchtenden drei Fenster. Die Innenräume im Erdgeschoß und im 2. Stock wurden in kleinere aufgeteilt und die umgebauten Treppen, Türen und Holzvertäfelung wurden in den in den zwanziger Jahren des 20. Jh. modernen Formen “art deco” ausgeführt. Bei den Türen ist ein Nachhall des Jugendstils zu spüren, jedoch die übrigen Ausstattungselemente tragen eklektischen Charakter.


Die St.- Jacobi-Kirche

Die St.-Jacobi-Kirche ist der älteste und stattlichste Bau in der Stadt und der Region. Sie wurde aus Granit- und Ziegeln in Form einer dreischiffigen Pseudobasilika mit einem zweistufigen vieleckig abgeschlossenen Presbyterium, einem massiven rechteckigen Turm, einer Sakristei und zwei Kapellen errichtet: einer am Presbyterium und der zweiten am Schiff. Das Innere ist mit unterschiedlichen Gewölben überdeckt: Stern-, Netz- und Tonnengewölbe, die im Schiff von zwei Paar Vollpfeilern und zwei Paar Halbpfeilern mit reich profilierten Schaften gestützt wird. In dem kompexen Körper und der Gliederung des Inneren des Gotteshauses sind schon auf den ersten Blick stilistische und chronologische Unterschiede zu erkennen, die auf den etappenweisen Bau der Kirche im Mittelalter und ihre spätere Umgestaltungen zurückzuführen sind.

Der Bau der Kirche wurde im Jahre 1298 begonnen. Ein Dokument, das dieses Datum enthält, befand sich im Turmkopf.
In der ersten Bauetappe wurden das Presbyterium, der Schiffskörper und die Sakristei gebaut. Diese Etappe wurde um 1350 beendet, weil in diesem Jahr Markgraf Ludwig den St.-Petrus-Altar gestiftet hatte. Das Presbyterium aus jenem Bauabschnitt war kürzer als das heutige und hatte einen rechteckigen Abschluß. Der bereits damals geplante Turmbau war wahrscheinlich aus Geldmangel nicht zustande gekommen. Von der Bauabsicht zeugen die an der westlichen Fassade zurückgebliebenen Verzahnungen, die das ursprüngliche Konzept für diesen Teil des Objektes verraten, das die gleiche Breite wie der Schiffkorpus haben sollte. Es scheint so, als ob es in diesem Bauabschnitt nicht geschaft wurde, das Schiffsinnere mit Gewölben zu decken. Sie waren nur mit einem Dachgebinde gesichert, das von Innen zu sehen war.

Das große Ausmaß des Gotteshauses und seine originelle Formen hatten nichts Gleiches in der nächsten Umgebung. Mit der Komposition des Planes und des dreischiffigen Raumes der dreijochigen Pseudobasilika mit dem zweijochigen rechteckig abgeschlossenem Presbyterium, hat der Baumeister mit unbestritten großen Erfahrungen und Fachkentnissen, an den in der 2. Hälfte des 13. Jh. in der Neumark und in Brandenburg angewandten Kirchentyp angeknüpft, der in sich die Merkmale der Kloster- und der Stadtarchitektur verband. Zur Stilistik vom Ende des 13. Jh. gehören zwei Portale in der Korpusfassade, die aus Ziegelsteinen als prächtige Kompositionen aus profilierten spitzbogigen Arkaden, mit einer Sockel.- und einer Kapitelzone sowie den leider nicht erhaltenen Wimpergen und den diese umfassenden Füllungen gebaut wurden. Die Profilierung der Leibungen der Drossener Portale, gelöst in Form von kleinen Säulen, die schräg aufgestellt wurden, noch in romanischer Tradition erhalten, hat ihre Entsprechungen im Kreis der Werkstatt des Zisterzienserklosters in Chorin und Eberswalde. Man könnte daher annehmen, dass der Baumeister unserer Pfarrkirche von dort stammt. In seinem künstlerischen Schaffen fanden sich jedoch für dieses Millieu untypische Formen. Es sind vierseitige, quer aufgestellte Pfeiler mit einem Schaft aus weich modellierten Halbwalzen. Diese Art von Details stammen aus dem Kreise der Mecklenburger Architektur. Es kann auch sein, dass der Baumeister der Drossener Pfarrkirche ein fahrender Künstler war, der sich des Formenrepertoires bediente, das sowohl an der Ostseeküste als auch an Oder und Havel Anwendung fand. Die Detaills von Formstücken, die nach demselben Prinzip wie die in Drossen geformt wurden, wurden zur gleichen Zeit noch in einigen anderen Gotteshäusern der Region angewandt, z.B. in der Pfarrkirche in Königswalde, in Zielenzig und in einer kleinen Kirche in Ostrow bei Zielenzig. Wissenswert ist, dass der Besitzer von Ostrow im Jahre 1347 der Drossener Vogt Dzierzko aus Chycina geworden war, und es könnte sein, dass auf dessen Empfehlung hin unser Architekt auch dort eine kleine, aber sehr interessante Kirche gebaut hat.
Der Abschluß de Baues mit geichzeitigem Ausbau des Gotteshauses erfolgte zum Ende des 15. Jh. Die Arbeiten wurden wahrscheinlich bald nach 1477 begonnen, d.h. nach der erfolgreichen Abwehr der Stadtbelagerung durch Fürst Hans II. von Sagan. In dieser Zeit wurden der Turm, der östliche Teil des Presbyteriums und die Kapelle nördlich des alten Chores gebaut. Die Erweiterungsarbeiten umfassten auch die Sakristei. Im Inneren entstanden die Gewölbe.  Durch den Ausbau des Presbyteriums wurde die Nutzungsfläche für die Geistlichen vergrössert. Die Errichtung des massiven Turmes hat den hohen Wert des Gotteshauses betont, das von diesem Moment an nicht nur über die Stadt sondern über die ganze Umgebung hinausragte, um so mehr, als der Turm ursprünglich mit einem Kegelhelm bedeckt war. Vom Vorhandensein von Gewölben zu dieser Zeit zeugen Mitteilungen, die über ihren Einsturz  zu Beginn des 14. Jh. berichten. Der neue Teil des zweijochigen Presbyteriums, das fünfseitig abgeschlossen ist und mit hervorstehenden Stützpfeilern und großen spitzbogigen Fenstern umsäumt ist, wurde in für das Ende des 15. Jh. typischen Formen gelöst.  Der Turm dagegen wurde in Form eines schwach gegliederten Massivs errichtet, das im Unterbau durch eine Reihe schlanker spitzbogiger Blendnischen von deutlich spätgotischem Ursprung geteilt wurde. Zum Bau des steinernen Unterbaus, des Presbyterium und des Turmes wurden Quader aus der abgerissenen östlichen und nördlichen Wand des alten Chores verwendet. In die Nordseite des alten Presbyteriums wurden zwei große Arkaden gebrochen, wodurch sein Inneres mit der neuen Kapelle verbunden wurde. Eine Arkade wurde auch in die Ostwand des Nordschiffs gebrochen. Damit ist das Innere der Kapelle gewissermaßen eine Verlängerung des Seitenschiffs geworden. Das Innere des neuen Chorteils und der Kapelle war mit Sterngewölbe gedeckt. Diese wurden auch über dem Hauptschiff angebracht, die Seitenschiffe bekamen ein  Kreuzrippengewölbe. Ein ähnliches Gewölbe erhielt das östliche, zweijochige Innere des Erdgeschosses der Sakristei. Das Innere im 1. Stock wurde analog mit Stern- und Kreuzrippengewölbe gedeckt. In der Sakristei gab es eine Bibliothek, die bereits in den Zeiten der Bischöfe angelegt worden war. In ihren Beständen, die bis 1945 erhalten blieben, befanden sich etliche alte Drucke, darunter einige sehr wertvolle, die aus dem 15. und 16. Jh. stammten. 1532 ist aus näher nicht bekannten Gründen ein Teil des Gewölbes im Westteil des Hauptschiffes eingestürzt. Aber schon ein Jahr darauf wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Damit wurde ein Mönch aus dem Franziskanerorden  aus Frankfurt (Oder) beauftragt. Dieser Mönch war höchstwahrscheinlich Andreas Lange, bekannt durch Bauarbeiten in seinem Heimatkloster.

Von der reichen mittelalterlichen Ausstattung des Inneren ist leider nichts erhalten geblieben. Außer dem Altar aus dem Jahre 1350 befanden sich im Inneren andere gotische Triptychone, Gestühl, sicher ein Taufstein und sonstige Gegenstände, von denen wir aus Quellen aus dem 16. Jh. wissen, d.h. aus der Zeit, als sie von den protestantischen Pastoren entfernt wurden. Zu dieser Zeit hat auch Markgraf Johann von Küstrin aus der Schatzkammer der Kirche die Sammlungen von Kelchen, Monstranzen und anderen wertvollen Gegenständen geraubt, die über zwei Jahrhunderte in diesem Gotteshaus gesammelt wurden. Das einzige bekannte Objekt aus dieser Sammlung, das noch zu Beginn des 20. Jh. in der Kirche war und abhanden gekommen ist, war ein Meßkelch vom Anfang des 14. Jh. Dieser Kelch war aus vergoldetem Silber hergestellt und mit einem Relief auf dem die Kreuzigungsszene dargestellt wurde, geschmückt.
Die Entfernung der mittelalterlichen Teile der Ausstattung erfolgte im Ergebnis der Reformation und der Einführung der protestantischen Religion als allgemein geltende durch Markgraf Johann von Küstrin im Jahre 1538. Erster evangelischer Pfarrer war Johannes Mangold. Auf seine Anweisung hin wurden die vorstehend erwähnten alte Altäre entfernt. Das Jahr des offiziellen Übergangs zum evangelischen Glauben ging in die Geschichte der Drossener Kirche durch die Beschädigung der Turmkrone ein, die durch einen Blitzschlag abbrannte. 1539 wurde der Turm wieder aufgebaut und bekam ein neues Dach und Giebel im Stil der italienischen Renaissance. Diese Formen blieben bis in das 18. Jh. erhalten.

Zu einer weiteren Beschädigung der Kirche kam es während des Brandes des Stadt im Jahre 1596. Der Wiederaufbau unter der Leutung des Baumeisters Gregor Suchel von “Lübrass” wurde im Jahre 1608 durchgeführt. Aus der Schilderung des Geschehens, das in einer Inschrift am Gewölbe an der Orgelempore festgehalten wurde, geht hervor, dass die Arbeiten die Instandsetzung des Turmes und die Renovierung der Gewölbe umfassten. Dazu kam eine neue Ausstattung.  Aus einer anderen, bis heute erhaltenen, Gedenktafel wissen wir, dass die Arbeiten vollständig durch den Magistrat finanziert wurden. Ein Fragment der Kirche in dieser Zeit ist auf einer Zeichnung von Merian um 1652 zu sehen. Der Turm, der auf der Zeichnung zu sehen ist, hatte ein Satteldach mit dreieckigen woluten Spitzen von Süden und Norden. Er wurde von einer vieleckigen Laterne gekrönt, die mit  einem schlanken kegelförmigen Helm  mit einem Fähnchen bedeckt war. Von den damals gestifteten Gegenständen sind bis heute: der Hauptaltar aus dem Jahre 1610 mit Polychromien aus dem Jahre 1627, eine Kanzel aus dem Jahre 1619 und ein wunderschönes steinernes Taufbecken um 1610 erhalten geblieben.

Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die Kirche verschont, jedoch wurde sie 1674 erneut vom Blitz getroffen, der zum wiederholten Male die Turmbekrönung  beschädigte. Diese wurde 10 Jahre später durch den örtlichen Baumeister Tobias Hermann wiederaufgebaut. Diesmal wurde der Turm mit einem Helm und einer achteckigen zweigliedrigen Laterne, deren Formen uns aus der Zeichnung von Petzold (um das Jahr 1710) bekannt sind, bedeckt. Aus den auf der Zeichnung sichtbaren Beschädigungen des Giebels der Südkapelle ist zu schließen, dass sich die Instandsetzung auf den Turm beschränkt hat. Weitere Arbeiten wurden erst 1734 aufgenommen, als auch eine gründliche Instandsetzung der Innenräume vorgenommen wurde. In Rahmen dieser Renovierung wurden die Wände verputzt, die Fenster erneuert und die alte Orgel aus dem Jahre 1673 durch eine neue ersetzt. Mitte des 18. Jh. muss das Gebäude während des Siebenjährigen Krieges wieder Beschädigungen erlitten haben, denn 1784  wurden 784 Taler und 23 Groschen für die Ausbesserung bezahlt, die vom Meister Johann Gottfried Ewald aus Frankfurt ausgeführt wurde. Der Umfang der ausgeführten Bauarbeiten ist uns jedoch nicht bekannt. 1796 wurden der Turm und die Orgel erneut durch Blitzschlag beschädigt. Für die Beseitigung der Schäden im Jahre 1802 wurden 400 Taler bezahlt.

Die häufige Zerstörung des Westteiles der Kirche schwächte die Gewölbekonstruktion im Hauptschiff und führte im Endeffekt zu dessen Einsturz im Jahre 1829. Mit Hilfe von König Friedrich III. und der Gemeinde wurde schon bald mit dem Wiederaufbau begonnen. An Stelle des alten Kreuzgewölbes trat ein Tonnengewölbe, das zusätzlich mit eisernen Querankern verstärkt wurde. Die Arbeiten wurden 1834 abgeschlossen. 1843 wurden die barocke Orgel instandgesetzt und die Wände geweißt, 1848 wurde ein weiteres Mal die Dachbekrönung ersetzt. Sie bekam ein Dach und eine Laterne, die auf einen achteckigen Tambour aufgesetzt war. In den vierziger Jahren, während des Baus des neuen Rathauses, wurden die Fundamente der Presbyteriummauern beschädigt. An der Mauer wurden Risse festgestellt. EineVerstärkung der Mauern mit Gußankern wurde im Jahre 1853 durchgeführt. Zugleich wurde das Gewölbe durch ein neues leichteres Topfgewölbe  ersetzt. In den siebziger Jahren des 19. Jh. wurden das Innere  der Kirche und die Ausstattung erneuert sowie neue Türen und Fenster eingesetzt. Gestiftet wurde auch eine neue neugotische Orgel. Die Einweihung der renovierten Kirche fand am Weihnachtsvortag des Jahres 1878 statt. Weitere grössere Arbeiten wurden im Jahre 1905 durchgeführt, als eine Zentralheizung eingebaut wurde. 1924 wurden die Fassade des Schiffskorpus und des Turms erneuert.

Die Kirche blieb in unverändertem Zustand bis 1945, als sie nach der Besiedlung der Stadt durch die polnische Bevölkerung in den Schoß der römisch-katholischen Kirche  zurückkehrte. In der Nachkriegszeit wurden in der Kirche eine Reihe von Renovierungsarbeiten durchgeführt, die aber die Form des Baues und der Fassaden nicht veränderten. Die ersten Arbeiten wurden 1945 durchgeführt, die folgenden 1956.  Sie bestanden in der Ergänzung der Fensterverglasung, im Anstrich von Wänden und Gewölbe sowie in der Beseitigung der Dachschäden. 1960 wurde in der Nordkapelle ein Fenster nach dem Entwurf von Powalisz Bardoñska aus Poznañ eingebaut.  In den achtziger Jahren wurden am Hauptaltar und an der Kanzel Konservierungsarbeiten durchgeführt, und in den neunziger Jahren das Innere der Kirche renoviert. In dieser Zeit wurde auch der Putz von den Säulen abgeklopft, wobei das Formziegelhaupt zum Vorschein kam. Darüber hinaus wurden die Wände und das Gewölbe gestrichen, und die vorher an den Fassaden angebrachten drei Grabtafeln wurden in das Innere der Kirche umgesetzt. Zur Zeit wird der Taufstein restauriert.

Von der einst reichen Kirchenausstattung, von der wir aus einer Chronik des Jahres 1696 und aus dem Denkmalsverzeichnis aus dem Jahre 1913 wissen, sind uns nur wenige erhalten geblieben.
Dazu gehören: der barocke Altar aus dem Jahre 1610, die Kanzel etwa von 1619, der Opferstock (1657), zwei Gedenktafeln aus dem 18. Jh., drei Grabplatten aus dem 18. Jh. und drei Glocken aus dem 17. u. 19. Jh.

Das wertvollste Objekt ist der Hauptaltar, den die Stadt im 1. Viertel des 17. Jahrhunderts gestiftet hat. Das am Altar sichtbare Datum 1627 bezeichnet das Jahr der Herstellung der Polychromie, während die gesamte Altarkonstruktion einschließlich Figuren und Schnitzereien 1610 entstand. Dieses Datum wurde bei den Konservationsarbeiten am Altar, der wahrscheinlich  in einer Frankfurter Werkstatt gebaut wurde, entdeckt. Der Altar ist aus Holz hergestellt und mit Polychromien und Vergoldungen sowie Figuren und Schnitzarbeiten verziert.  Er besteht aus der Predella, einem vierstöckigen Aufbau, einer Bekrönung und Bügeln. In der Predella befindet sich ein Flachrelief mit der Szene des letzten Abendmahls, das an den Seiten von zwei Reliefs eingerahmt ist: einem Engel auf der rechten Seite und der personifizierten Tugend auf der linken. Im Aufsatz befinden sich vier, zentral angebrachte, Flachreliefs, die an den Seiten von doppelten Säulen umfaßt sind, zwischen denen allegorische Skulpturen und Skulpturen, die Heilige darstellen, aufgestellt sind.  Auf den Flachreliefs sind dynamische mehrgestaltige Kompositionen dargestellt, die die Kreuzigung, die Auferstehung, Himmelfahrt und das Jüngste Gericht darstellen. In den Seitenpartien im ersten Stockwerk stehen die Figuren des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus, in den Bügeln stehen allegorische Figuren, die rechts die  Barmherzigkeit und links den Glauben verkörpern. Im zweiten Stockwerk stehen in den Nischen zwei Engel und in den Bügeln rechts die Figur des Heiligen Markus und links die des Heiligen Matthäus. In den Nischen des dritten Stockwerkes stehen Engelsfiguren und in den Bügeln - Büsten der Evangelisten Lukas und Johannes.  Die Szene des Jüngsten Gerichts wird umfasst von einzelnen Säulen und Obstgehängen, die an Tüchern aufgehängt sind. Die Figur des sitzenden Jesus als Richter, der in den erhobenen Händen eine Palme und ein Schwert hält, krönt diese Szene. Das Ganze wird durch ein durchbrochenes Tympanon abgeschlossen, auf dem sich ein Pelikan mit ausgebreiteten Flügeln befindet. Der Hauptinhalt des Altars ist das Bekenntnis des Glaubens, das sich auf  Gottes Sohn Christus bezieht, der durch das Opfer seines Lebens der Menschheit die Gnade der Erlösung geschenkt hat.

Ein hervorragendes Beispiel der manieristischen Kunst ist die Taufe aus Sandstein, die um 1600 gestiftet wurde. Sie besteht aus dem Fuß und der Schale. Der Fuß in Form einer toskanischen Säule mit Basis und Kopf ist mit den Motiven von zwei Frauen- und zwei Löwenköpfen, zwischen denen in zwei Ebenen Obstgehänge gespannt sind, verziert.  Die auf den Fuß gestützte Schale ist achteckig und in den Ecken mit Hermen besetzt, die auf Volutenstützen ruhen.. Die Felder des Beckens sind mit Flachreliefs auf ornamentiertem Grund ausgefüllt. In den Flachreliefs sind Christus, Evangelisten und Apostel dargestellt. Unter dem Sims  verläuft ein Fries mit den Namen der darunter stehenden Gestalten: “CHRISTUS  JOH; 3, S. PETRUS.I.CAP. 3; S. PAULUS. AD  ROM. 6, S PHILIPUS  ACT 8, S. LUKAS  CAP. 3, S  MARCUS  CAP. 16” und “S. MATHEUS 6. CAP. 3”. Das reiche plastische Detail und großzügig geschnitzten Gestalten, in stark gefaltete Gewänder gekleidet, weisen auf den Schöpfer dieses hervorragenden Werkes hin, der höchstwahrscheinlich aus Schlesien stammt.

Ein nicht weniger wertvolles Beispiel der barocken Holzschnitzkunst ist die Kanzel aus dem Jahre 1619. Sie wurde ganz aus Holz gefertigt und besteht aus einem Unterbau, einer Schale, einem Baldachin und einer Treppe mit einer kleinen Tür. Der Unterbau stellt Moses dar, der eine fünfeckige Schale auf dem Kopf trägt. Die Schale ist in ihrem unterem Teil kuppelartig und im Oberteil fünfseitig. Die beiden Teile werden durch einen Fries getrennt, der mit kleinen Engelsköpfen und Sockeln gefüllt ist, auf die sich die Säulen stützen, die die Ecken des Oberteils umfassen. Die Stirnseiten der Sockel sind mit flach geschnitzten kleinen Frauenköpfen verziert.
Im Feld zwischen den mit Cabochonen verzierten Säulen sind halbrund abgeschlossene Nischen mit Muscheln unter den Bögen und den Figuren von Christus und den vier Evangelisten. In den ähnlich gestalteten Nischen des Treppengeländes sind die Figuren von fünf Aposteln mit ihren Attributen in den Händen aufgestellt. Die Treppe schließt eine kleine Tür, die zwei Arkaden und kleine Rosetten teilen. Über der Schale hängt ein achteckiger Baldachin. Er ist mit einer Kuppel bedeckt und mit einer Christusfigur, die auf einem hohen Postument steht, gekrönt. An den Ecken im unteren Teil der Schale stehen Engelsfiguren, die in den Händen die Symbole des Leidens Christi halten. Die Art der Ausführung der Figuren, die in verwehte und stark geraffte Gewänder gekleidet sind, weist auf einen Meister aus den Kreisen der Frankfurter Werkstätten hin.

In der Vorhalle unter dem Kirchenturm steht ein kleiner, kaum 50 cm hoher Opferstock aus dem Jahre 1658. Der Kasten aus Holz mit Gußeisenbeschlägen und Vorhängeschlössern steht auf einem spiralformig gedrehten kleinen Pfosten, der auf einem niedrigen Sockel ruht. Dieser Opferstock ist ein in dieser Region  außerordentlich seltenes Beispiel von dieser Art von Kunstdenkmälern, und um so wertvoller, weil er deutliche Merkmale der barocken Stilistik trägt, die in der spezifischen Form der kleinen Säule zum Ausdruck kommt.

Von großem historischen Wert sind die beiden erhaltenen Tafeln mit Inschriften zur Erinnerung an den Wiederaufbau der Kirche, die an den Wänden des Presbyteriums hängen. Auf der einen aus dem 18. Jh. befindet sich ein Text zum Gedenken an den Wiederaufbau der Kirche im Jahre 1608, der in der Übersetzung folgenden Wortlaut: hat: “ Zur Ehre der höchsten Dreieinigkeit, des besten und größten Gottes, des ewigen Vaters, des wesensgleichen Sohnes und des Heiligen Geistes, des Trösters, ist der Bau dieser Kirche, der im Jahre 1596, am 12. Mai, zusammen mit der ganzen  Stadt mit Ausnahme weniger Häuschen elendiglich in Asche gelegt wurde, auf Kosten des berühmten Rates dieser Stadt  im Jahre unserer Erlösung  1608 wiederum erneuert worden.
Es saßen damals in der Verwaltung des Gemeinwesens die Bürgermeister Martin Martini, Leonhard Stern, die Richter Johann Myler und Johann Laub, der Ratmannen Martin Meurer, Esaias  Schlegel, Bartholomäus Leupoldt, Bernhard Stellmacher. Im wahren Dienste des Evangelium standen Magister Sebastian Wecker, dieser und der benachbarten Kirchen Inspektor, und Caspar Bocatius, Diakon”.
Der Inhalt der zweiten Tafel informiert über Renovierungsarbeiten, die 1737 nach den Beschädigungen des Dreizehnjährigen Krieges durchgeführt wurden.

Aus dem 18. Jh. stammen drei steinerne Grabplatten; Die Grabplatten befinden sich jetzt in der Nordkapelle.

Von den sechs Glocken, die noch vor dem I. Weltkrieg im Turm hingen, sind nur noch drei erhalten. Die älteste stammt aus dem Jahre 1783 und wurde durch Johann Georg Maukisch aus Berlin gegossen. Ihr Durchmesser beträgt 0,67 m. Die beiden anderen wurden von Ulrich aus Apolda im Jahre 1895 gegossen. Die übrigen Glocken wurden im I. Weltkrieg abgenommen und eingeschmolzen
Von der Ausstattung, die im 19. Jh. gestiftet wurde, sind die Sauerorgel aus dem Jahre 1876 und der aus der gleichen Zeit stammende neugotische Orgelprospekt, das Altarkreuz von ca. 1884, ein Kronleuchter der Firma Fraget vom Ende des 19. Jh. und zwei kleine Glocken aus der Mitte des 19. Jh erhalten geblieben. In der Kirche hängt jetzt  das Bild  “Die Kreuzigung” aus dem 17. Jh., das sich 1945 im der Gertrauden-Kirche befand. Es war saark beschädigt und war als altarrücken angebracht. Nach dem II. Weltkrieg wurde das Gemälde in die Jacobi-Kirche übertragen, 1984 renoviert. Jetzt hängt es an nördlichen Pfal des Haubtschiffes.

Alle beschriebenen Ausstattungsgegenstände sind lediglich ein Teil der historischen Ausstattung, die sich in der Kirche vor 1945 befand. Aus den Inventarbeschreibungen geht hervor, dass sich in der Kirche Kelche, Schalen aus dem 14., 15., und 17. Jh., Figuren, Zinnschüsseln, eine Wappentafel und ein Epitaphium des  Bürgermeisters Kleinert, Leuchter, Kerzenständer, sowie eine sehr wertvolle und reiche Sammlung von alten Drucken befanden. Ein Teil davon kam nach dem Kriege in das Nationalmuseum Poznan (dort wird eine gotische Skulptur aufbewahrt), ein anderer Teil in das Museum in Gorzów Wlkp (Landsberg a.d. Warthe), in dem sich das Modell des barocken Altars der Gertrauden-Kirche und ein Wappenschild des Königreiches Preußen befinden.  Die alten Drucke werden im Bischofsitz in Gorzów Wlkp. und im Priesterseminar Paradies aufbewahrt.


Die Gertrauden-Kapelle 

Es war Brauch in den mittelalterlichen Städten, dass die sozialen Probleme, die mit der Betreuung der Armen und Kranken verbunden waren,  mit Hilfe der durch den Magistrat gestifteten Heime, Hospitäler genannt, gelöst wurden. Da es damals sehr oft Seuchen gab, wurden diese Einrichtungen vor den Toren der Stadt errichtet. Sie entstanden als Gebäudekomplex, in dem sich auch eine Kapelle und ein Friedhof befanden. In Drossen wurden bereits im 13. Jh. zwei Komplexe dieser Art gestiftet, die in den Vorstädten entstanden. In der Frankfurter Vorstadt wurde das Hospital zu Sankt Gertraud, der Patronin der Armen, errichtet und in der Zielenziger Vorstadt das Sankt Georgen Hospital, das vorwiegend für Kranke mit ansteckenden Krankheiten, z.B. Leprakranke, gebaut wurde.. Dieses zweite Krankenhaus wurde nach dem Ausbau der Stadt im 14. Jh. hinter die Stadtmauer verlegt und befand sich am Zielenziger Tor. Nach dem Brand des Kankenhauses im Jahre 1829 wurde es in die Kirchstraße in das 1831 neu erbaute Gebäude verlegt und bestand dort bis 1905. Dann wurde es in das nicht mehr erhaltene Gebäude in der heutigen Wodna-Straße verlegt. Im Bereich der Mauern ist von dem ehemaligen St.-Georgenhospital eine Kapelle erhalten geblieben, die im 17. und 18. Jh. durch die reformierte Kirche genutzt wurde. Diese Kapelle brannte 1829 ab und wurde kurz darauf abgetragen. Ihr Standort war in der Mitte des heutigen Plac Wolno¶ci und war wahrscheinlich der erhaltenen Gertraudenkirche ähnlich.   

Die Gertraudenkirche steht auf einer Anhöhe nordöstlich der Alten Stadt. Es ist ein kleiner Backsteinbau, der im Grundriß rechteckig und zweijochig ist und einen dreiseitigen Ostschluß hat. Die Kirche wurde um die Mitte des 15. Jh. an Stelle eines älteren Fachwerkbaues errichtet. Aus der Chronik des Jahres 1693 wissen wir, dass zu dieser Zeit von dem Hospitalkomplex nur die Kapelle erhalten war und  von den im Dreißigjährigen Krieg abgebrannten Hospitalgebäuden nichts weiter übrigblieb, als eine wüste Stelle. 1729 wurde auf dieser Stelle das von Landrat Mauke gestiftete Waisenhaus gebaut. Dieses wurde später als Gasthof “Unter den Linden” genutzt. In der Kapelle wurden in den Jahren 1668, 1687, 1773 Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. Sie diente dann bis zum 19. Jh. als Friedhofskapelle. Ende des 18. Jh., nachdem der Kirchof an der Pfarrkirche geschlossen wurde, wurde um die Kapelle die städtische Nekropole angelegt. 1822 überließ der Magistrat den in der Stadt und ihrer Umgebung lebenden Katholiken die Kirche zur Abhaltung ihrer Gottesdienste. Das war der Anlaß für eine Renovierung. Es dauerte aber nicht lange, und die Erlaubnis wurde durch einen Beschluß des Königs zurückgenommen und die Katholiken führten mit der Stadt einen langen Prozeß um die Rückzahlung der getragenen Kosten. Die Kosten wurden ihnen nicht erstattet und die Begründung dafür war die Behauptung, die Arbeiten seien nicht ordnungsgemäß ausgeführt worden. Die Renovierung wurde dann durch die Stadt 1850 zu Ende gebracht. Damals wurden sogar neue Fensteröffnungen geschlagen, die Wände gestrichen und neue Bänke angeschafft. Während des Umbaus der Pfarrkirche in den Jahren 1877 - 1878 fand der Gottesdienst in der Kapelle statt, danach wurde sie wieder ihrer eigentlichen Funktion als Begräbniskapelle zugeführt.

Die Kirche wurde aus großformatigen Ziegeln in gotischem Verband gebaut. Es  ist ein kleiner rechteckiger Bau mit dreiseitigem Ostschluß. Die Kapelle hat ein Sattelziegeldach mit mehrfachen Durchbrüchen von Osten. Von Westen ist sie mit einem dreieckigen Giebel abgeschlossen. Die Fassaden sind mit Stützpfeilern umspannt, zwischen den sich breite spitzbogige Fenster mit abgeschrägten Leibungen befinden. Im Erdgeschoß der Westfassade ist eine Spur von dem im 19. Jh zugemauerten Portal in Form von zwei bioforin zusammengesetzten spitzbogigen Arkaden sichtbar. Im Erdgeschoß des Giebels verläuft ein Fries aus schräg gelegten Backsteinen, und das Giebelfeld teilen drei schlanke Blenden; die mittlere spitzbogig und die zwei seitlichen abgeschlossen mit Halbspitzbögen. Der Eingang in das Innere der Kirche ist in Form einer spitzbogigen Arkade in der Südfassade gebaut. Über dem Eingang ist ein kleines zugemauertes spitzbogiges Fenster mit abgeschrägten Ecken. Die Längs- und Ostfassade krönen Friesstreifen mit verputztem Hintergrund. Das Innere wurde zusätzlich mit einer hölzernen Balkendecke, der von der Seite des Dachbodens mit Brettern belegt wurde, gedeckt. An den Wänden sind spitzbogige Arkaden zu sehen, zwischen denen Spuren von  Gewölbezwickeln zu erkennen sind. Diese sind Beweis dafür, dass das Innere ursprünglich mit Gewölbe versehen war.

Von der ursprünglichen Ausstattung sind außer den Gemälde „Die Kreuzigung“, das heute in der Pfarrkirche ist, keine Elemente erhalten geblieben. Aus den Beschreibungen und Fotografien des Inneren aus dem Jahre 1913 geht hervor, dass sich dort ein Altar  mit der Kopie der Abnahme von Kreuz von Rubens, gestiften im 19. Jh. durch von Leutnant Samuel Friedrich Schober, eine barocke Kanzel und zwei Leuchter aus dem J. 1668befanden


Die Heiligenkreuz-Nebenkirche

Anfang des 20. Jh.  entstand in Drossen eine neue Kirchengemeinde, die Neuapostolische Kirche. Sie entstand in den dreißiger Jahren des 19. Jh. auf Initiative von  Eduard Irving aus Schottland und verbreitete sich sehr rasch in den protestantischen Ländern Westeuropas.  In der Zeit zwischen den Kriegen lebten in Drossen 80 Mitglieder dieser Religion. Sie gründeten hier ihre Gemeinde und begannen Bemühungen, zum Bau eines eigenen Gotteshauses. Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jh. kaufte diese Gemeinde ein Grundstück von Böttchermeister Schmidt und beauftragte den einheimischen Architekten Friedrich Thisius mit der Erarbeitung eines Projektes. Den im April 1933 begonnenen und drei Monate später beendeten Bau führten die Drossener Handwerker Eduard Buttner, Ernest Sprenger und Paul Strehl durch. Zusammen mit der Kirche wurde auch ein Pfarrhaus gebaut.  Als Gotteshaus bestand das Gebäude bis 1945. Nach dem Kriege blieb das Gebäude viele Jahre lang ungenutzt. Erst Anfang der neunziger Jahre wurde es der St.-Jacobi-Gemeinde übergeben und dank der Bemühungen des Pfarrers 1992 instandgesetzt und als Heiligenkreuz- Nebenkirche geweiht.

Diese Kirche befand sich außerhalb der Stadtmauern, im südöstlichen Teil der Stadt, an der ehemaligen Werderstraße, der heutigen Friedensallee. Der Bau aus Backstein in kleiner Einhallenform steht mit dem Presbyterium in Richtung Süden. Den niedrigen Bau deckt ein Satteldach mit einer Wetterfahne.  Den Haupteingang an der Nordfassade umrahmen schräg angebrachte doppelte kleine Klinkerpfeiler und eine Komposition aus Ziegelformsteinen, die als karoförmig komponierte Füllung gestaltet und mit einem Kreuz abgeschlossen ist. Die Südfassade gestaltet das Motiv einer Pseudoabsis, die von zwei schrägen kleinen Pfeilern aus Klinkersteinen betont wird.
Die Längsfassaden wurden durch halbrunde Fenster geteilt. An der Westfassade stand die Sakristei, die 1992 abgetragen wurde. Der Hallenraum ist mit Holzbalken gedeckt und die Wände zwischen den Fenstern teilt ein Rhythmus von Lisenen aus Klinkersteinen, die abwechselnd mit Streifen von verputzem Mauerwerk gelegt sind. Die Komposition der Altarwand stellt ein gemauertes Kreuzmotiv aus Klinkersteinen dar.


Die ehemalige römisch-katholische Heiligkreuzkapelle

Von der Einführung der Reformation bis zur 2. Hälfte des 18. Jh.  hatte die katholische Bevölkerung in Drossen, ähnlich wie in Pommern und Brandenburg, keine Möglichkeit, eine eigene Kirchengemeinde zu gründen und eigene Gotteshäuser zu bauen. Diese Lage änderte sich im 19. Jh.. Die in Drossen lebenden Katholiken hatten bereits 1822 die Erlaubnis des Magistrats für den Umbau der Gertraud-Kapelle für den eigenen Bedarf bekommen. Es wurden sogar Instandsetzungsarbeiten eingeleitet, die aber auf grund der Entscheidung des Königs, der den Katholiken befahl, zurück zur Kirchengemeinde Frankfurt a.d. Oder zu gehen, unterbrochen wurden. Zu dem Vorhaben, ein eigenes Gotteshaus zu bauen, kehrten die Katholiken 1854 zurück. Damals wurde vom Nagelschmiedemeister Kipferling ein Baugrundstück in der Langen Straße, der heutigen Kopernikusstraße, gekauft. Drei Jahre später wurde im hinteren Teil des Grundstücks eine kleine Kapelle errichtet, und an der Front der Parzelle entstand ein Haus für die damals ins Leben gerufene kleine Missionsgemeinde, die einen Teil des Sternberger Kreises betreute. 1895 wurde Zielenzig der Drossener Gemeinde angeschlossen, wobei gleichzeitig ihr Sitz dorthin verlegt wurde. Die Kapelle in Drossen wurde umgebaut und nach 1895 für wirtschaftliche Zwecke genutzt. 1937 wurde das Gebäude durch den Stadtvorstand gekauft. Nach 1945 wurde es vorübergehend als Lager genutzt. In den 70-er Jahren wurden die Fenster zugemauert und Anfang der 90-er Jahren das Dach abgedichtet. Zur Zeit ist das Gebäude ungenutzt und  in einem schlechten baulichen Zustand.

Die ehemalige Kapelle steht in einem Hof, an der Grenze der Parzelle Nr 5 in der heutigen Kopernikusstraße. Sie wurde aus Ziegelsteinen gebaut und verputzt. Es ist ein kleiner Hallenbau, der mit einem Satteldach gedeckt ist. Der Teil mit dem Presbyterium ist nach Süden gerichtet. An der Längsfassade sind Spuren ehemaliger Teilungen in Form von 5 langen, rundförmig abgeschlossenen Fenstern mit zusätzlich in den unteren Partien durchbrochenenen rechteckigen Toren zu sehen. Der Haupteingang befindet sich an der Nordgiebelwand und hat die Form eines halbrunden Portals, das von Anschlägen umfasst ist. Das Innere, das ursprünglich eine Holzdecke hatte, ist heute mit Trennwänden in eine Reihe kleiner Räume geteilt.

In der Zeit, als das Gebäude seine Funktion als Gotteshaus erfüllte, war sein Inneres mit vielen wertvollen barocken Elementen ausgestattet: einem Holzleuchter, drei Gemälden, einer Orgel und einem hölzernen Modell eines spätbarocken Altars, das Ende des 19. Jh. in die Pfarrkirche gebracht wurde und jetzt im Regionalmuseum in Gorzów Wlkp. zu sehen ist.


Die ehemalige Synagoge

Die jüdische Gemeinde entstand in Drossen Anfang des 19. Jh., wobei die Juden (ohne das Mittelalter zu rechnen) sich hier seit dem Ende des 18. Jh. anzusiedeln begannen. 1800 entstand die erste Synagoge, die im Fachwerkstil erbaut wurde. Sie brannte 1829 ab. Die nächste Synagoge wurde 1850 bereits aus Ziegelsteinen in der heutigen Straße des 1. Mai errichtet. In den dreißiger Jahren des 20. Jh. wurde sie zu einem bis heute erhaltenen Wohnhaus umgebaut.


Das ehemalige Lehrerseminar 

Das ansehnliche Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars, das in der Reppener Straße nach dem Plan von Flaminius in den Jahren 1862 - 1864 gebaut wurde, entstand aus staatlichen Mitteln. Aufgabe dieser Schule sollte die Ausbildung der Lehrer für die ganze Region sein. In der Tat erfüllte das Seminar diese Aufgabe bis zum Jahre 1876. In diesem Jahre wurde das Profil der Schule geändert, und sie wurde in eine so genannte Präparandenanstalt umgewandelt. 1886 wurde auf der anderen Straßenseite, näher an der Eisenbahnlinie, ein ähnlich stattliches Internatsgebäude gebaut. 1923 wurde erneut das Schulprofil geändert. Die Schule war nun eine Höhere Realschule. In der Nachbarschaft der Schule wurde 5 Jahre darauf die bis heute erhaltene Turnhalle gebaut. Nach 1945 fand hier das Pädagogische Lyzeum seinen Sitz. Heute befindet sich in diesem Gebäude der Komplex der Schulen für Ökonomie

Das Seminargebäude wurde aus Klinkersteinen gebaut. Es wurde in Form einer großen dreiflügeligen und zweigeschossigen Anlage, die mit der Frontfassade zur Reppener Straße zeigt, errichtet. In dem Schmuck der Fassade, die im neoklasizistischen Stil erhalten ist, sind die horrizontalen Teilungen interessant, die durch die Anwendung von Ziegelstreifen in unterschiedlicher Farbgebung erreicht wurden. Diese Art Verzierung wurde später am Internatsgebäude und am 1891 gebautem Postgebäude angewandt. Formen von neogotischen Elementen wurden in der Form von stufenartigen Giebeln der Seitenflügel sowie des Zentralrisalits im Hauptteil ausgeführt. Seine Ecken sind von mehrseitigen mittelalterlich aussehenden Türmen umfaßt. Im Inneren, das zwei- und halbtraktig angelegt wurde, mit breiten Korridoren, die in der Mitte des jeden Flügels verlaufen, befanden sich Vortragsräume, eine Aula und ein Speiseraum. Die Räume besaßen eine reiche Ausstattung,  die leider nicht erhalten geblieben ist. In dem Internatsgebäude wurde an die Form des Seminargebäudes angeknüpft, wobei an Stelle der neugotischen  Elemente hier der Stil der Neurenaissance eingeführt wurde, der in der Form der Fassdenbekrönung durch eine Attikamauer sichtbar ist.


Das Gebäude der Grundschule
Bis zur Reformation befand sich die Schule für Kinder in der Nähe der Kirche und wurde von den Geistlichen geführt. Im 16. Jh. entstand in derselben Gegend , in der Schulstraße, die städtische Schule. 1751 wurde ein neues Gebäude an der Ecke der Poststraße und des Alten Marktes gebaut. An diesem Standort blieb die Schule bis 1850. Danach wurde die Schule in ein neues Gebäude in der heutigen Straße des 1. Mai verlegt, wo sie bis 1927 blieb. Dann wurde der Bau einer neuen, bis heute erhaltenen, Schule in der Straße ul. Jeziorna 2, die nach den Plänen des Bezirksbaumeisters Walcker gebaut wurde, begonnen. Sie wurde als stattliches Gebäude  mit drei Etagen und einer erhöhten Zentralpartie errichtet, das mit einem Walmdach gedeckt war. Das Dach krönt ein kleiner achteckiger Turm, der mit einer Terrasse abschloss. An den Mittelteil schlossen sich zwei Seitenflügel an, die mit separaten dreihängigen Dächern mit Dachfenstern gedeckt waren. Die Verzierung der Fassade der Seitenflügel wurde an den zentralen Teil angepasst. Heute befinden sich in dem Gebäude eine Grundschule und ein Gymnasium.


Das Postgebäude

Die erste Postlinie, die durch Drossen führte, wurde kurz nach 1650 in Betrieb genommen. Die Beförderung von Postsendungen erfolgte ähnlich wie in anderen Städten dieser Region: die Postkutsche fuhr zwei, drei Mal in der Woche zu bestimmten Uhrzeiten und hielt sicher in der Poststraße  (ehemals Fischerstraße). Hier fanden die Übergabe und die Übernahme der Postsendungen statt. 1711 wurde an der Ecke der Poststraße und des Neuen Marktes das Haus des Postmeisters Bielitz gebaut, in dem sich ein Postraum befunden haben musste. Seit dem Bau der Eisenbahnlinie befasste sich ein Sonderbahndienst auf den Bahnhöfen mit dem Posttransport, und in der Stadt wurde ein separates Postgebäude gebaut. Das Gebäude entstand 1891 in der Zielenziger Vorstadt, an Stelle der im Jahre 1888 abgetragenen Dreifaltigkeits-Kirche. 1901 wurde in Drossen das Telegraph in Betrieb genommen.

Das Postgebäude wurde in Form eines rechteckigen unterkellerten und zweigeschossigen Gebäudes mit einem Satteldach und einem eckigen, mehrseitigen Türmchen, das mit einem schlanken kegelförmigen Helm gedeckt ist, errichtet. Die Verzierung der Fassade mit Streifen von glasierten Ziegeln und Teilfenstern knüpft an die Form des früher beschriebenen Seminar- und Internatsgebäudes an. Die Räume im Partere hatten Postfunktionen, in der ersten Etage befand sich die Wohnung des Postmeisters.  


Das Gebäude des ehemaligen Altersheimes - heute: Seniorenheim

Das Gebäude des Altersheimes wurde in den Jahren 1868 - 1870 in der Sonneburgstraße Straße gebaut. Nach den Instandsetzungsarbeiten, die die Stadt in den neunziger Jahren des 20. Jh. durchgeführt hatte, wurde hier ein Seniorenheim eingerichtet. Das Heim wurde aus Ziegeln gebaut und verputzt. Es ist ein kleines, rechteckiges, unterkellertes Parterrehaus, das mit einem Walmdach gedeckt ist. Die einzige Verzierung der Fassaden, die durch symmetrisch verteilte spitzbogige Fenster geteilt sind, sind Konsolensimse, die die Längsfassaden entlanglaufen.


Friedhöfe

Im Mittelalter hatte die Stadt Drossen drei Friedhöfe: einen an der Jacobi-Kirche, den zweiten an der Gertrauden-Kapelle und den dritten an der Dreifaltigkeits -Kapelle. Der erste wurde um das Jahr 1780 geschlossen und aufgelöst, der letzte wurde um die Mitte des 19. Jh. geschlossen. Erhalten blieb der Friedhof an der Gertrauden-Kapelle, der bereits Ende des 18. Jh. erweitert und mit einer Steinmauer umgeben wurde. An der Friedhofsmauer begann man, Grabkapellen zu bauen, von denen bis heute drei erhalten geblieben sind.  Nach der Schließung des Friedhofes an der Dreifaltigkeits-Kirche erwies sich die Fläche des einzigen Friedhofes zu klein und die Stadt bestimmte eine Fläche an der Ostseite der Frankfurter Straße für Beisetzungen. Dieses Gebiet wurde auch von der Straße mit einer Steinmauer umgeben, wobei gleichzeitig zwei parallel zur Chaussee verlaufende Alleen und drei Queralleen abgesteckt wurden. Die Alleen wurden mit Bäumen bepflanzt und an der Mauer an der Straße wurde mit dem Grabkapellenbau begonnen. Von diesen blieb eine erhalten. 1912 wurde noch eine Fläche an der Westseite der Frankfurter Chaussee für Bestattungen bestimmt.
Hier befindet sich bis heute der kommunale Friedhof, während von den ersten beiden nur der Zaun, die Komposition der Alleen und einzelne Grabdenkmäler und Gräber erhalten geblieben sind.  
 
Die aus Ziegel gebauten und verputzten Kapellen waren von gleicher Größe. Sie waren mit Giebel- und  Walmdächern gedeckt. Im Inneren befanden sich Krypten und Räume im Erdgeschoß. Das älteste Erbbegräbnis, das der Familie Krause, ist  auf dem Friedhof der Gertrauden-Kapelle, an der Südmauer erhalten geblieben. Es ist ein kleiner quadratischer Bau mit einer Krypta und einem hallenartigen Raum im Erdgeschoß. Die Kapelle ist mit einem Satteldach und mit einem dreieckigen Thympanon über dem Haupteingang gedeckt; die Fassaden sind quaderförmig und mit Lisenen umspannt. In der Frontfassade befindet sich das Abschnittsportal.

Um das Jahr 1850 wurde auf der nordöstlichen Seite des Röthsees auf einer mit Wäldern umgebenen Anhöhe ein weiterer Friedhof errichtet, der der jüdischen Gemeinde gehörte.
Das Gelände, das von einer Steinmauer umgeben ist, hat bis zum heutigen Tage überdauert. Innerhalb der Umzäunung sind sechs Grabsteinplatten vom Ende des 19. Jh. erhalten geblieben. Einige weitere sind nur in Fragmenten erhalten und über das ganze Friedhofsgelände verstreut.


Aussichtsturm

Auf einem 1934 ausgewiesenen Platz an der Westseite des Röthsees wurde drei Jahre später das Dietrich-Eckart-Denkmal errichtet. Der Denkmalentwurf wurde von Baurat Dr. Gremmelt geschaffen. Das Denkmal wurde aus Granitsteinen in Form eines turmartigen Monuments mit vier spitzbogigen Arkaden in seinem unteren  Teil errichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die wichtigsten Quellen und Monografien:

Quellen:
- Akten des Magistrats von Drossen vom 17 Jh. bis zum Jahre 1945, Sygn.: Nr. 62, 57, 152, 168, 537, 519 in den Sammlungen des Staatsarchivs Gorzów Wlkp.
- Akten der Stadt Osno aus den Jahren 1945 - 1974, in den Sammlungen des
       Staatsarchivs Gorzów Wlkp.
- Akten der Stadt Osno aus den Jahren 1975 - 2000 in den Beständen der Stadtverwaltung Osno
 
 Monographien
 
- Bratring F. W. N. , Statistisch-topographische Beschreibung der gesamten Mark Brandenburg, Bd. 3, Berlin 1809
- Heimatkunde des Landes Sternberg, H. 6,
- Jarzewicz, Architektura gotycka Nowej Marchii, Poznan 2000 r.
- Jung, W., Spatz W., Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg, Bd. VI, Th. 3 Weststernberg, Berlin 1913
- Kamzowa A., Studia nad pocz±tkami i rozplanowaniem miast nad ¶rodkowa Odr± i doln± Wart±, t. I, Zielona Góra 1967
- Knuth A. F., Chronik der Stadt Drossen, Drossen 1885
- Schoenberg, Chronik der Stadt Drossen 1885
- Kowalski S., O¶no Lubuskie, studium historyczno-urbanistyczne, Zielona Góra 1991 (maszynopis SOZ w Gorzowie Wlkp.)
- Semter, Grundris der Drossener Geschichte, Drossen 1938
- Siedler, J., Märkische Städte im Mittelalter, Berlin 1914
- Weiss, Biskupstwo lubuskie, Lublin 1986

 

 

 


Titelseite: Rathaus und die Jacobi-Kirche

Rückseite: Karte der Umgebung von Osno

Text: Kazimiera  Kalita Skwirzynska


Technische Redaktion
Kazimiera  Kalita Skwirzynska
Tadeusz Prajzendans


Fotos: Janusz Mazurek,Grzegorz Solecki


Druck.

ISBN

Die Veröffentlichung wurde aus den Mitteln der Stadt- und Gemeinde Osno Lubuskie und der Stiftung ... finanziert
Herausgeber:
Regionales Zentrum für Studien und Schutz der Kulturgüter Szczecin

Übersetzung aus dem Polnischen:Renata Pigan

 
«« wstecz
drukuj wy¶lij ten link
  
  
Maillista
Wpisz swój adres email.
- Aktualno¶ci
dopisz
  
Online: 3 odwiedzin: 3135932 top
Strona g³ówna | Mapa | BIP |
© 2008 - 2017 O¶no Lubuskie. All rights reserved
Czas generowania strony : 0.49 sek.