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fot. Robert Malina, Dariusz Jag³a
Nationalpark "Uj¶cie Warty"
69-113 Górzyca, Chyrzyno 1
tel. (095) 752 40 26, 752 40 27, fax (095) 752 40 16

20 Kilometer von O¶no zu dem Nationalpark

Am 1. Juli 2001 wurde im Gebiet der Woiwodschaft Lubuskie der Nationalpark "Warthemündung" gegründet. Die feierliche Eröffnung fand am 15. September in Chyrzyno statt, und der Umweltminister Antoni Tokarczuk war anwesend. Der ehemalige Oberförster in Torzym, Tadeusz Tyburcy, wurde der Direktor des Parks ernannt. Das ist schon der 23. Nationalpark in Polen. Das Gebiet umfasst den Kostrzyn Staubecken, darin das Naturschutzgebiet "S³oñsk" und den Nordpolder.
Der neu gegründete Park umfasst Gründe in den Gemeinden: Kostrzyn/ Oder (Kreis Gorzów), S³oñsk (Kreis Sulêcin) und Górzyca (Kreis S³ubice). Die gesamte Fläche ist 7955,86 ha. Rundum des Parks hat die Umhüllung mit einer Fläche von 10453,99 ha entstanden.
Der größte Teil des gegründetes Parks war unter Schutz schon ab 1977, wenn in dem Gebiet des Kostrzyn Staubeckens das Naturschutzgebiet "S³oñsk" (4166,22 ha) entstanden hat. Das Naturschutzgebiet umfasst die Wartheumgebung in der Nähe ihrer Mündung in Odra, und den unteren Lauf des Flusses Postomia. Das Naturschutzgebiet ist in Europas Ausmaß eine einmalige Wasser- und Moorvögelzuflucht. Es wurde in 1984 mit dem Abkommen RAMSAR umfasst, dessen Zweck Schutz der Nassgebieten, die wichtig als Vögellebensstandorte sind, ist. In 1996 hat der Landschaftspark "Warthemündung" mit einer Fläche von über 28 Tausend ha, dessen Teil das Naturschutzgebiet "S³oñsk" ist, entstanden.
Der Hauptzweck des neugegründetes Parks ist Erhalten des wertvolles Brutgebietes von vielen seltenen Wasser- und Moorvögelarten und Erhalten der Futter-, Mausern- und Ausruheplätzen von Zugvögel. Man hat hier Bruten von über 140 Vögelarten festgestellt, u.a.: 4 Taucherarten, 7-8 Entenarten, 5 Rallenarten, 9-10 Regenpfeiferarten. Für viele Vögelarten ist der Park einer von den wichtigsten Brutplätzen in Polen. Sogar 26 Vögelarten von denen, die in dem Park nisten, gehören laut der Bird Life International Klassifikation zu den mit Aussterben gefährdeten Arten, darin: Seggenrohrsänger, Wachtelkönig, Uferschnepfe, Kranich, Rohrdommel, Zwergdommel, oder die in einer großer Zahl nistende Trauerseeschwalbe. In der Zeit der Herbstmigrationen ist der Park ein Konzentrationsplatz von Saat- und Bläßgänsen: die Zahl von nächtigenden Gänsen erreicht 200 Tausend. Es ist der größte Winternplatz in Polen von Singschwäne - 2500 Vögel, und ein wichtiger Winternplatz von Meeradler - 50 Vögel. Viele Enten (Stockenten, Krickenten), Graugänsen, Höckerschwäne und Bleßhühner mausern sich in diesem Gebiet.
Es gibt hier 43 Säugetierearten, u.a. den Fischotter und den Europäischen Biber, die sich in dem Polnischen Roten Buch (ein Verzeichnis der mit Aussterben gefährdeten Arten) befinden.
Es ist bemerkenswert, dass die Pflanzendecke in dem Park sehr natürlich ist im Gegensatz zu den meisten Flußtälern in ganz Europa, wo die Pflanzenwelt stark umgebildet wurde. Es gibt hier gg. 390 Gefäßpflanzenarten, auch sehr seltene und mit Aussterben gefährdete.
Es ist eine riesige Chance für die Region, weil Umfassen mit dem Schutz der unschätzbaren Wasser- und Moorgebieten der Warthemündung in Form eines Nationalparks messbare ökologische, wissenschaftliche, erzieherische und soziale Vorteile bringen wird. Das bedeutet die Entwicklungsstimulierung der hiesiger Landwirtschaft und Beaufsichtigen der Melioration. Der Park wird für Wissenschafts- und Erziehungsziele, und auch für die mit der qualifizierten Touristik verbundene Ziele zukommen gelassen, was unmöglich innerhalb der ehemaligen Schutzstruktur war. Das gibt die Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region durch Erweiterung der touristischen Infrastruktur. Der Park wird sicherlich immer öfter bei Touristen aus Westeuropa, wo es keine so wunderbare Gebiete gibt, besucht.
Schon heute bietet die Region viele touristische Attraktionen an. Für alle, die Ruhe brauchen und müde wegen dem Stadtlärm sind, gibt es ein aufstrebendes Nest von agrotouristischen Bauernhöfen. Zu den Attraktionen gehören auch organisierte Fahrradausflüge, Wasserwanderungen auf den Altwässer der Warthe und auch die sehr interessante, obwohl vielleicht unterschätzte, Geschichte dieser Region. Zu dem Park werden bestimmt viele passionierte Naturliebhaber kommen um die Warthenatur zu belauern und fotografieren.
Trotz der Nationalparkgründung werden die Angler keine Schaden erleiden. Auf Grund des Übereinkommens zwischen der Landschaftsparksgemeinschaft der Woiwodschaft Lubuskie (Zespó³ Parków Krajobrazowych Województwa Lubuskiego) und der Kreisverwaltung in Gorzów des Polnisches Anglervereins (Polski Zwi±zek Wêdkarski) haben die Angler eine Bewilligung bekommen, laut welcher sie die Wässer in dem Naturschutzgebiet "S³oñsk" nutzen können.
Gründung des Nationalparks bedeutet auch Entstehen von neuen Arbeitsplätzen. Laut des Projektes werden 26 Arbeitsstellen in der Budgetsphäre und 12 Arbeitsstellen in der Hilfswirtschaft entstehen. Mit der Gründung des Nationalparks sind auch gewisse Ausgaben verbunden, darin Einkauf von Transportmittel, eines Patrolbootes, der Ausstattung der Parkwache und der Dienstwohnungen. Sitz des Parks befindet sich im Gebäude des Zentrums der Naturedukation (Centrum Edukacji Przyrodniczej) in Chyrzyno, das ab 1996 im Geschäftsbereich der Landschaftsparksgemeinschaft der Woiwodschaft Lubuskie (Zespó³ Parków Krajobrazowych Województwa Lubuskiego) liegt.
Text von Kurier S³ubicki